Deutsche Medizinerausbildung im Ausland beliebt

Die deutsche Facharztweiterbildung in Deutschland ist vor allem in den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens und Zentralasiens sehr beliebt. Dies berichtet das Bundesgesundheitsministerium anlässlich einer in Berlin stattfindenden internationalen Konferenz des Deutschen Orient-Instituts zur strukturierten Facharztausbildung Mit dabei sind auch die Botschaftern Saudi-Arabiens, Katars, Libyens und des Iraks.

Eine durch das Gesundheitsministerium geförderte Studie des Deutschen Orient-Instituts belege die bedeutende Zahl von strukturierten Facharztausbildungen in Deutschland, die durch Stipendien der jeweiligen Heimatstaaten ermöglicht werden. Derzeit gibt es mehr als 1000 Weiterbildungsverhältnisse an deutschen Kliniken. Auf dieser Grundlage gelänge es in vielen Fällen, hochqualifizierten Nachwuchs für die Gesundheitssysteme der Herkunftsstaaten zu gewinnen und darüber hinaus die bilateralen Gesundheitsbeziehungen nachdrücklich zu stärken.

Vor allem Ärzte aus der arabischen Welt zieht es nach Deutschland

Dabei gelten die deutschen Weiterbildungsstandards, die Qualität der Forschung und der Weiterbildungsmaßnahmen als wichtige Kriterien für Deutschlands Attraktivität als Facharztweiterbildungs-Standort. Bedeutend seien weiter die enge Verflechtung zwischen theoretischen Grundlagen und praktischer Klinikarbeit sowie die qualitativ hochwertige Infrastruktur insbesondere an international renommierten Universitätskliniken.

Insbesondere in arabischen Staaten wie Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Katar, Kuwait, Oman, Irak, Libyen und den zentralasiatischen Republiken Kasachstan, Turkmenistan und Aserbaidschan wächst in den letzten Jahren das Interesse an Ausbildungsmöglichkeiten für einheimische Mediziner im Ausland. Die Gründe hierfür liegen vor allem in der immens gewachsenen Bedeutung des Gesundheitssektors: Die jeweiligen Regierungen reagieren mit Milliardeninvestitionen in Infrastruktur, Ausbildungseinrichtungen oder Vorsorge- und Pflegeprogramme auf die anwachsenden Herausforderungen in ihren Gesellschaften.

Weitere Einzelheiten zu den Ergebnissen der vom Gesundheitsministerium geförderten Studie des Deutschen Orient-Instituts finden Sie hier.

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