German Pellets bringt grünen Strom nach Italien

Die mecklenburgische German Pellets Gruppe plant in Norditalien Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen zur Erzeugung von sauberem Strom zu bauen und zu betreiben.
Die Rahmenbedingungen sind dem Unternehmen zufolge in Italien aufgrund der auskömmlichen Einspeisevergütung für elektrische Energie aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen besonders gut. Bis zu 28 Cent pro Kilowattstunde werden für die Einspeisung von grünem Strom ins öffentliche Netz gezahlt. Die Wärmeenergie wird German Pellets an regionale Abnehmer verkaufen.

Kraft-Wärme-Kopplung werde im Energiemix der Zukunft eine große Rolle spielen. „Die Technik ist hocheffizient. Wir verfolgen in Italien ein dezentrales Konzept, das eine verbrauchernahe Energieversorgung ermöglicht“, sagt Peter Leibold, Geschäftsführer von German Pellets. Die Kleinkraftwerke haben jeweils eine Leistung von 180 kW elektrisch und 240 kW thermisch. Damit können 350 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgt werden. Die thermische Energie reicht aus, um rund 100 Haushalte mit Wärme zu beliefern.

Regenerative Energien in Italien stark nachgefragt

Italien ist seit Jahren ein wichtiger Absatzmarkt für Erzeuger von alternativen Energien. Der Grund: Fossile Energieträger wie Öl und Gas sind dort deutlich teurer als alternative Energien. Die Erneuerbare Energie-Branche hat in Italien deshalb besonders gute Entwicklungsmöglichkeiten. Die Akzeptanz von Holz-Pellets ist hoch. Es gibt rund 1,5 Millionen Holzpellet-Öfen; jährlich kommen rund 200.000 dazu. Hinzu kommt: Die italienische Regierung fördert den Einsatz erneuerbarer Energien mit
Steuererstattungen, Investitionszuschüssen und Einspeisevergütungen.

Hintergrund: German Pellets ist eigenen Angaben zufolge der größte Pellet-Produzent Europas. 2005 in Wismar, Mecklenburg-Vorpommern, gegründet, beschäftigt der German Pellets-Konzern heute rund 400 Mitarbeiter und produziert an 14 Standorten aus nachwachsenden Rohstoffen einen umweltfreundlichen und CO2-neutralen Brennstoff. Die Gruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 300 Millionen Euro erzielt.

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