Die meisten deutschen Jugendlichen leiden unter Bewegungsmangel.
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Bewegungsmangel bei südkoreanischen Jugendlichen weit verbreitet

Rund 94 Prozent der 11- bis 17-Jährigen in Südkorea bewegen sich laut einer aktuellen WHO-Studie nicht ausreichend. Unter dem erfassten Bewegungsmangel versteht die Weltgesundheits-Organisation körperliche Aktivitäten von weniger als einer Stunde pro Tag. Darunter fallen etwa das Laufen, das Radfahren oder andere Sportarten.

Insgesamt haben an der Studie 1,6 Millionen Schüler aus 146 Staaten teilgenommen. Am höchsten ist der Anteil der Bewegungsmuffel mit 94,2 Prozent in Südkorea. Speziell in Europa sind italienische Jugendliche am inaktivsten, gefolgt von der französischen Jugend. Dagegen sind junge US-Amerikaner deutlich mobiler. Dort bewegen sich laut Statista „nur“ 72 Prozent zu wenig.

Infografik: Jugendliche bewegen sich zu wenig | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Dabei ist Bewegungsmangel nicht nur bei den Jugendlichen zu finden, sondern auch bei den Eltern. Denn wie eine weitere Grafik von Statista zeigt, spielt in jeder dritten Familie hierzulande körperliche Aktivität in der Freizeit keine Rolle. Hierbei scheint das Körpergewicht der Eltern ein wichtiger Faktor zu sein: 58 Prozent sind übergewichtig, 22 Prozent davon sogar adipös. Und Väter sind deutlich häufiger betroffen als Mütter. Die Daten gehen aus einer AOK-Familienstudie aus dem Jahr 2018 hervor. Hierzu hatte die Krankenkasse knapp 5.000 Familien zu ihren Lebensumständen befragt.

Laut Familienstudie nimmt mit steigendem Gewicht der Eltern auch die Bewegung ab, wie die Grafik von Statista zeigt. Sind es in Familien mit normalgewichtigen Eltern 25 Prozent, bei denen Bewegung keine Rolle spielt, steigt der Wert in Familien mit adipösen Eltern auf 43 Prozent.

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