Noch wächst die Bevölkerung weltweit. Aber laut Studien flacht dieser Trend in Zukunft ab
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Bevölkerung ist weltweit (noch) im Wachstum

1950 lebte in beiden deutschen Staaten zusammengenommen eine Bevölkerung von rund 70 Millionen Menschen. Das ist genug für Platz sechs im Ranking der bevölkerungsreichsten Länder der Welt, wie eine aktuelle Statista-Grafik zeigt.

70 Jahre später sind aus den damaligen Top 10 immer noch sechs Länder vertreten. An der Spitze steht China, für das die Vereinten Nationen im Jahr 2020 von über 1,4 Milliarden Einwohnern ausgehen. Doch bei einem Sprung 80 Jahre in die Zukunft sind aus der Spitzengruppe von 1950 nur noch vier Länder übrig.

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Dabei fallen zwei Entwicklungen ins Auge, für deren Einordnung es wichtig ist zu wissen, dass die Weltbevölkerung im Jahr 2100 voraussichtlich fast überall rückläufig sein wird. Zum einen ist die chinesische Bevölkerung um fast 400 Millionen Menschen geschrumpft. Zum anderen sind fünf afrikanische Länder vertreten. Letzteres liegt daran, dass die Vereinten Nationen in der Studie „World Population Prospects“ davon ausgehen, dass die Bevölkerung des afrikanischen Kontinents zu diesem Zeitpunkt als einzige noch wächst.

In Asien und Ozeanien wird die Bevölkerung beispielsweise ab 2070 wieder schrumpfen, in Europa werden die Grenzen des Wachstums sogar schon 2060 erreicht sein. Einzige Ausnahme ist Afrika, aber auch dort wird sich das Bevölkerungswachstum zum Ende des Jahrhunderts hin abschwächen.

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Vielleicht kommt es aber auch anders. „Die Weltbevölkerung wird neun Milliarden Menschen nie erreichen. Sie wird ihren Gipfelpunkt von acht Milliarden im Jahr 2040 erreichen und dann zurückgehen,“ sagt Jørgen Randers. Randers war Mitautor der bekannten Studie „Die Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome. So oder so ist eher davon auszugehen, dass die Probleme mit der Überbevölkerung überschaubar bleiben.