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So viel Zeit verbringen Eltern mit ihren Kindern

Eltern verbringen immer mehr Zeit mit ihren Kindern. Zum einen gehen inzwischen auch Väter in Elternzeit und haben dadurch mehr gemeinsame Zeit mit ihren Kindern. Zum anderen hat sich die Gemeinsamkeit im Alltag mit der Familie erhöht.

Elternzeit für Väter

Väter in der Schweiz dürfen voraussichtlich bald zwei Wochen Elternzeit nehmen. Unter dem Druck einer Initiative ist die Forderung auf Vaterschaftsurlaub mehrheitsfähig geworden. Im internationalen Vergleich wären zwei Wochen aber immer noch wenig.

Wie die Statista-Grafik auf Basis von Daten der OECD zeigt, ist die Elternzeit, die Vätern zusteht, in jedem Land anders geregelt. In Japan und Südkorea dürfen Väter rund ein Jahr bezahlten Urlaub nehmen, um sich der Pflege und Erziehung der Kinder zu widmen. Auch in Frankreich ist der Vaterschaftsurlaub mit 28 Wochen vergleichsweise großzügig bemessen. Österreich und Deutschland kommen auf je 8,67 Wochen und liegen damit knapp über dem OECD-Durchschnitt.

In der Schweiz durften Väter bisher gar keine bezahlte Elternzeit nehmen, ebenso wenig wie in Israel und den USA.

Infografik: Vaterschaftsurlaub im weltweiten Vergleich | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista 

Zeit im Alltag

Die Dauer, die Eltern im Schnitt mit ihren Kindern verbringen, hat in den meisten westlichen Staaten zugenommen. In einem Artikel für das „Journal of Marriage and Family“ kommen die Autoren zu dem Schluss, dass dieser Trend, mit wenigen Ausnahmen (Frauen in Frankreich), sowohl Frauen als auch Männer betrifft.

Wie die Infografik zeigt, verbrachten Eltern mit höherem Bildungsabschluss dabei meist etwas mehr Zeit mit ihren Kindern. Dänische Mütter legten bei der Zeit, die sie mit ihren Kindern verbrachten, in den elf in der Studie berücksichtigten Ländern am deutlichsten zu – egal mit welchem Abschluss.

Im Jahr 1965 setzten sich deutsche Mütter etwas weniger als 75 Minuten und 2012 bereits bis zu zwei Stunden mit ihren Kindern auseinander. Deutsche Väter mit Hochschulabschluss sind heute in etwa dort angelangt, wo Mütter 1965 standen.

Quelle: Statista

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