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Das sind die neugierigsten Länder Europas

Malta ist das neugierigste Land in der EU. Deutschland schneidet im Vergleich zu anderen EU-Ländern nicht ganz so gut ab und landet gerade mal auf Platz 20. Viel mehr Platz nach unten gibt es nicht. Das Schlusslicht des Neugier-Rankings bildet Bulgarien. Dies ergibt der Neugier-Index von viking.

Um herauszufinden, welche EU-Bewohner am neugierigsten sind, hat viking eine Kombination von Big Data auf Medien, Suchmaschinen und Daten von Duolingo ausgewertet. Dabei wurden Daten verwendet, die durch ihr breites Spektrum die Neugier der unterschiedlichen EU-Länder am besten repräsentiert. Der Länder-Vergleich liefert sechs Erkenntnisse.

Wikipedia – Seitenaufrufe

Wikipedia ist eine digitale Enzyklopädie und für viele Internetnutzer ist das Wissensportal die allererste Anlaufstelle für Informationen. Die Seitenaufrufe pro Einwohner und die Anzahl der Suchanfragen pro Person ergibt: Deutschland belegt hier den sechsten Platz. Im Durchschnitt greifen Internetnutzer ca. 12-mal im Monat auf Wikipedia zu. An der Spitze der Rangliste sind die Niederländer, die ca. 17-mal im Monat Wikipedia aufrufen. Das Schlusslicht bilden Bulgarien und Belgien, in diesen Ländern bedienen sich Internet-Surfer im Durchschnitt nur einmal im Monat dieser Informationsquelle.

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Quelle: Viking

Anzahl der Duolingo-Nutzer

Das Erlernen einer Fremdsprache ist nicht ganz ohne und fordert viel Disziplin. Mehrsprachigkeit fördert bekannterweise nicht nur unsere mentale Fitness, sondern kann auch einen großen Einfluss auf unsere (internationale) Karriere haben. Eine neue Sprache zu lernen öffnet nicht nur neue Türen, sondern verändert auch unsere Kapazität, neue Informationen aufzunehmen.

Deutschland belegt in diesem Feld Platz 25. Trotz der imposanten 3.744.056 aktiven Nutzer der Sprachlern-App Duolingo in Deutschland allein, schafft es Deutschland wieder nicht in die Top 10. Malta belegt den ersten Platz mit gerade mal 49.167 aktiven Nutzern, denn das Ranking beruht auf der Anzahl der aktiven App-Nutzer pro 1.000 Internetnutzer im jeweiligen Land.

Online-Nachrichtenlesen

Nachrichten bleiben eine wertvolle Quelle für den Erhalt “zuverlässiger” Informationen. Es ist wichtig, auf dem neuesten Stand der Politik und Wirtschaft zu sein, jedoch ist die Zahl der Zeitungsabonnenten seit Jahren rückläufig. Das heißt aber nicht, dass wir Nachrichten-Muffel sind, sondern nur, dass wir die Informationen heutzutage lieber online konsumieren. Deutschland landet auf Platz 21, denn 75 Prozent der deutschen Internet-Surfer lesen Zeitungen online. Dies mag auf den ersten Blick schon sehr hoch erscheinen, jedoch sind wir weit hinter den Top 5 Ländern Litauen, Tschechien, Kroatien, Estland und Finnland: Dort liegt die Anzahl der digitalen Nachrichtenleser bei über 90 Prozent liegt.

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Quelle: Viking

Erasmus-Studenten

Das Erasmus-Netzwerk ermöglicht ein Auslandsstudium in Europa. Auf diese Weise lernt man nicht nur mehr über das eigene Fach, sondern auch die Sprache und Kultur eines anderen Landes näher kennen. Deutschland hat es auf Platz 18 geschafft. Aus 1.000 Studenten sind knapp 14 deutsche Erasmus-Studenten. Malta ist wieder einmal an der Spitze mit 59 Erasmus-Studierenden und das Vereinigte Königreich kommt ganz zum Schluss mit knapp 7 Studenten (aus 1.000), die Teil des Erasmus-Programms sind.

Berufliche Bildung

Arbeitnehmer müssen zwar nicht mehr die Schulbank drücken, doch auch in der Berufswelt hört das Lernen nicht auf. Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern die Möglichkeit geben, sich während ihrer Arbeitszeit weiterzubilden, bereichern damit auch ihr Unternehmen. Auch hier schafft es Deutschland wieder auf Platz 18 mit knapp 8 Stunden im Jahr, die der beruflichen Weiterbildung gewidmet werden. Luxemburg ergattert mit beachtlichen 20.5 Stunden den ersten Platz und Lettland bildet das Schlusslicht mit knapp 4 Stunden, die im Durchschnitt pro Jahr für berufliche Fortbildung genutzt werden.

Quelle: Viking

Ausleihe öffentlicher Bibliotheken

Wer geht noch in die Bibliothek? Einst fast Synonym für Wissensaneignung, denn Bücher sind die Informationsquellen schlechthin. Wie sieht es jedoch aus in einer Zeit, in der man Wissen in Sekundenschnelle und auf Knopfdruck erlangen kann und man Bücher auch online für den E-Reader runterladen kann? Leihen sich deutsche Leseratten noch Bücher in einer Bibliothek aus? Hier belegt Deutschland den 12. Platz.