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Der große Kreuzfahrt-Knigge: Dos und Don’ts auf Hoher See

Die großen Meere befahren, fremde Städte, Länder und Kulturen entdecken und auf der Reise auf keinerlei Luxus verzichten müssen – das ist ein Traum, den viele Weltenbummler teilen. Kein Wunder also, dass eine Kreuzfahrt als Reiseform immer beliebter wird und längst nicht mehr nur für Großverdiener attraktiv ist.

Dementsprechend haben sie auch die Regularien an Bord angepasst – von der Kleiderordnung bis zur Tischordnung geht es heute meist leger und lockerer zu. Doch wer zum ersten Mal über die Gangway schreitet und frische Seeluft schnuppert, wird nicht selten von der Sorge begleitet nicht an alles gedacht zu haben. Der Kreuzfahrt-Anbieter Meravando liefert Tipps, damit Kreuzfahrtneulinge sich nicht völlig unvorbereitet in das Abenteuer stürzen müssen.

Die Bordkarte: Das wichtigste Dokument

Die Bordkarte ist das wichtigste Dokument, dass Passagiere hüten sollten wie ihren Augapfel. Während der Pass aus bürokratischen Gründen bei einigen Reedereien und Routen am Anfang der Reise eingesammelt und erst gegen Ende wieder ausgegeben wird, dient die Bordkarte als Ausweisdokument, Zahlungsmittel und Zimmerschlüssel in einem. Unpraktisch also für denjenigen, der nach dem ersten Landausflug ohne Ausweis, Geld und Schlüsselkarte vor der Crew steht und diese überzeugen muss, wirklich Passagier auf diesem Schiff zu sein.

Landausflüge unter Eigenregie

Wer bei einem Kreuzfahrtschiff an Bord geht, möchte natürlich nicht nur die Annehmlichkeiten auf dem Schiff genießen, sondern auch fremde Städte und Länder erkunden. Doch bei der Planung der Landausflüge sollten Kreuzfahrt-Neulinge sich bewusst sein, dass nicht immer die einfachste Lösung die optimalste ist. Viele Reedereien bieten bei Landausflügen ein Rundum-Sorglos-Paket an, vom Transport bis zum Stadtrundgang und dem Besuch der bekanntesten Sehenswürdigkeiten wird an alles gedacht. Bei diesen Ausflügen bleibt die Individualität meist auf der Strecke und die Angebote sind vergleichsweise teuer. Wer seinen Landtag lieber selbst plant, kann allein oder in kleinen Gruppen mit einem lokalen Guide einen sehr viel entspannteren und noch dazu günstigeren Tag zu erleben. Doch auch hier gilt: Gute Vorbereitung ist alles! Kreuzfahrt-Profis planen im Voraus, was sie auf keinen Fall verpassen möchten und wie viel Zeit für Sightseeing, Shopping und Transport eingeplant werden muss, damit sie auf jeden Fall pünktlich wieder an Bord ihres Schiffes ankommen. Dieses wartet im Zweifel nämlich nicht auf verspätete Alleinreisende.

Come as you are? – Der Garderoben Guide

Die Kleiderordnung ist auf den meisten Schiffen längst nicht mehr so streng wie früher – mit legerer Freizeitkleidung sind Passagiere in den meisten Fällen gut beraten. Sollte es doch mal etwas förmlicher zugehen, sind Kleid und Anzug eine gute Wahl, um sich unter das dinierende Volk zu mischen. High Heels sind an Deck eher ungeeignet. Bei stärkerem Seegang und Nässe bieten hohe Hacken wenig Halt und auch die steile Gangway kann schnell zur Stolperfalle werden. Wessen Garderobe außerdem zum großen Teil aus sommerlich leichter weißer oder heller Kleidung besteht, sollte sich nicht am Heck aufhalten. Denn dort können durch die Schornsteine Rußpartikel ausgestoßen werden, die unschöne schwarze Flecken hinterlassen.

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No Smoking, please!

Wer raucht und auch im Urlaub nicht auf seine geliebten Glimmstängel verzichten möchte, wird schnell feststellen, dass die Vorschriften auf Kreuzfahrtschiffen hier genauso eindeutig wie streng sind. Das Rauchen ist ausschließlich in eigens dafür vorgesehenen und markierten Bereichen gestattet. Daran sollte sich auch jeder unbedingt halten, wenn die heimliche Kabinen-Zigarette nicht zu Feueralarm und Massenpanik führen soll. Und auch elektrische Geräte sind unter Deck mit Vorsicht zu benutzen. Nicht wenige, wie Lockenstab und Bügeleisen, werden von einigen Reedereien sogar ganz verboten.

Kabinenwahl bei einer Kreuzfahrt

Die Wahl der richtigen Kabine kann sich auf einem Kreuzfahrtschiff knifflig gestalten, die Auswahl ist groß und die Optionen zahlreich. Abzuwägen gilt, wie viel Zeit letztendlich in der Kabine verbracht wird und ob sich der Aufschlag für ein Fenster lohnt. Wer sich frische Luft um die Nase wehen lassen möchte, sollte sich ohnehin für eine Kabine mit Balkon entscheiden. Fenster in Außenkabinen lassen sich in der Regel nämlich nicht öffnen. Wer zum ersten Mal eine Schiffsreise unternimmt und nicht weiß, ob er zu Seekrankheit neigt, bucht am besten erst einmal eine sogenannte Schnupperfahrt von wenigen Tagen, vorzugsweise im Mittelmeer. Hier ist die See nämlich besonders ruhig. Wer sich aber direkt für eine längere Kreuzfahrt entscheidet, dem sei eine Kabine im mittleren Teil des Schiffes ans Herz gelegt, da hier die Wellen am wenigsten zu spüren sind. Für guten Schlaf ist zu beachten, dass kein Fahrstuhl oder ein anderer hochfrequentierter Ort in der Nähe ist.

Oh Captain, mein Captain!

Die meisten Reedereien bieten während der Kreuzfahrt eine sogenannte Kapitänsstunde an. Hier können die Passagiere den Kapitän, den Kreuzfahrtdirektor und die Techniker mit all den Fragen löchern, die ihnen schon immer auf der Seele brennen. Das „Wer-wie-was“ der Schiffsfahrt dauert etwa eine Stunde und lässt auch die wasserscheuste Landratte zum Seebären werden.

Quelle: Statista 2016

Handgepäck mon amour

Packen für die Kreuzfahrt funktioniert fast wie bei jeder anderen großen Reise auch. Denn alte Kreuzfahrt-Hasen haben immer einen Satz Kleidung, abgestimmt auf das Klima des Abfahrtsortes, in ihrem Handgepäck. Denn so ziemlich jedem ist auf einer Flugreise wohl schon mal ein Gepäckstück verloren gegangen und ohne Ersatzkleidung kann es da schnell ziemlich warm oder eben kalt werden. Beim Flug zum Kreuzfahrtschiff und dem zusätzlichen Transport-Aufwand erhöht sich natürlich auch das Risiko eines solchen Gepäckverlustes. Zudem sind auf einigen Schiffen auch die Kabinen erst gegen Nachmittag beziehbar und ein gut gepacktes Handgepäckstück wird so zur wahren Wunderwaffe.