Homosexuelle
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Sichere Reiseziele für Homosexuelle

Gerade sind die Gay-Pride-Paraden, bei denen weltweit für die Rechte von Homosexuellen, Bisexuellen, Transgender und queeren Menschen demonstriert wird, zu Ende gegangen. Hunderttausende feierten allein in New York City. Auch in europäischen Städten wie Paris, Lissabon oder Skopje gingen die Menschen auf die Straße. Und auch in Mexiko-Stadt, Manila oder Medellín wurden die regenbogenfarbenen Fahnen geschwungen.

Die Akzeptanz für die LGBTQ-Gemeinde scheint zuzunehmen. Doch wie sicher und frei kann sie sich tatsächlich in der Welt bewegen? Seit 50 Jahren versorgt der Spartacus International Gay Guide homosexuelle Touristen mit aktuellen Adressen und Informationen zu Reisezielen weltweit. Seit 2013 ermittelt die Redaktion auch einen Gay Travel Index. Der aktuelle Index hat 197 Länder in 14 Kategorien erfasst. Er untersucht, wo homosexuelle Reisende sicher sind, wo es diskriminierende Gesetze gegen Homosexualität gibt und wo es sogar gefährlich für sie werden kann.

Infografik: So (un)sicher ist Reisen für Homosexuelle | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Portugal, Schweden und Kanada besonders liberal

Portugal, Schweden und Kanada sind im Umgang mit homosexuellen Touristen besonders liberal. Indien konnte sich von Platz 104 auf Platz 57 verbessern. Das sei vornehmlich auf die Entkriminalisierung von Homosexualität und eine verbesserte soziale Akzeptanz zurückzuführen. 2018 wurden außerdem in Trinidad und Tobago und in Angola Gesetze abgeschafft, die Homosexualität verbieten.

Deutschland, USA und Brasilien verschlechtern sich im Ranking

In Deutschland, den USA und Brasilien hat sich die Situation für LBGTQ-Reisende teilweise verschlechtert. Dort ist ein Anstieg von homophobem Verhalten und sogar Gewalt gegen Homosexuelle zu verzeichnen. Am gefährlichsten ist es laut dem Index 2019 in Saudi-Arabien, dem Iran, Somalia und Tschetschenien.
Der vollständige Spartacus Gay Travel Index 2019 kann online eingesehen werden.