Weltfrieden
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Das sind die sichersten Länder der Welt

Zum ersten Mal seit fünf Jahren steigt der globale Frieden. Dies hat das Institute for Economics and Peace in seiner aktuellen jährlichen Studie zur Friedenslage ermittelt. Allerdings bleibt die Welt weiterhin weniger friedlich als noch vor zehn Jahren.

Dies ist laut der Studie der Zunahme von terroristischen Attentaten, Konflikten im Mittleren Osten, Spannungen in Osteuropa und Nordostasien sowie der Zunahme der Zahl der Flüchtlinge geschuldet. Auch die politischen Konflikte in Europa und den USA würden den globalen Frieden bedrohen. Der Global Peace Index (GPI) 2019 untersucht und vergleicht Länder-Faktoren wie lokale und internationale Konflikte, gesellschaftliche Sicherheit wie zum Beispiel die Kriminalitätsrate und den Grad der Militarisierung (Ausgaben für Aufrüstung und Größe der Armee).

Kanada, Australien und Europa sind die friedlichsten Regionen

Insgesamt hat sich der Friedensindex von 86 Ländern verbessert, am stärksten in der Ukraine. In 76 Ländern hat er sich hingegen verschlechtert, am stärksten in Nicaragua. Wie die folgende Grafik zeigt, ist Europa eine der friedlichsten Regionen. Im Nahen Osten und Nordafrika gibt es die meisten Konfliktherde. In den vergangenen Jahren war Syrien das Land mit dem geringsten Friedensgrad, in diesem Jahr wurde die Nation von Afghanistan abgelöst.

Infografik: So steht es um den Weltfrieden | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Island ist das friedlichste Land der Erde

Island ist auch in diesem Jahr wieder das friedlichste Land der Welt, gefolgt von Neuseeland, Österreich, Portugal und Dänemark. Am gefährlichsten ist es im Südsudan, dem Jemen und im Irak.

Russland und Eurasien verbessern sich leicht

Russland und Eurasien sind laut Index zwar weniger friedlich als der Durchschnitt, es können jedoch deutliche regionale Verbesserungen beobachtet werden. Zentralamerika und die Karibik haben die stärksten regionalen Verschlechterungen zu verzeichnen.

Frieden und Klimawandel

Der GPI 2019 untersucht zum ersten Mal auch den Einfluss des Klimawandels auf den Frieden. Klimabedingungen haben Auswirkungen auf das Leben des Einzelnen und damit auch auf die gesellschaftliche Stabilität. Sie liefern somit auch hohes Potenzial für zunehmende Konflikte und Gewalt. Schätzungsweise 971 Millionen Menschen leben in Gebieten, in denen sie starken Wetterextremen ausgesetzt sind.