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©Itay Kabalo/Unsplash

Vapen im Ausland: In welchen Ländern sind E-Zigaretten erlaubt?

Rauchverbote breiten sich weltweit immer weiter aus. Dennoch wird in einigen Ländern weiterhin gerne zur Zigarette gegriffen wie die folgende Grafik zeigt. In der EU führen Griechen, Bulgaren und Franzosen die Rangliste an, gefolgt von Kroaten, Letten und Polen.


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In vielen Ländern findet aber bereits ein Umdenken statt, und Raucher suchen sich Alternativen wie zum Beispiel die E-Zigarette. In Deutschland ist der E-Zigaretten-Umsatz in den letzten Jahren rasant angestiegen von fünf Millionen Euro in 2010 auf 600 Millionen Euro im Jahr 2017.

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Aber auch beim sogenannten „Vapen“ oder „Dampfen“ gibt es Regeln und Einschränkungen zu beachten, die von Land zu Land unterschiedlich sein können.

In diesen Ländern gelten spezielle Regeln

E-Zigaretten haben sich schneller verbreitet, als Gesetze folgen konnten. Regularien befinden sich also im ständigen Umbruch und können sich schnell wieder ändern. Die Regeln für folgende Länder sind vom Stand Juni 2019.

Ägypten: Versuchte bereits, ein Gesetz zu erlassen, das jedoch nicht verabschiedet wurde. Wird jedoch in einzelnen Hotels oftmals untersagt.

Brunei: Hat das Dampfen verboten. 2005 wurde ein Gesetz erlassen, das den Besitz und die Benutzung von Tabakprodukten untersagt. Das Land hat dieses Verbot ausdrücklich auch auf das Dampfen ausgeweitet. Wichtig: Das betrifft auch die Mitnahme von E-Zigaretten und Liquids, selbst wenn man sie nicht nutzt.

Hong Kong: Erließ jüngst ein Gesetz, welches E-Zigaretten, Liquids und sämtlich alternativen Nikotinprodukte verbietet. Das gilt auch für das Mitbringen durch Einreisende. Allerdings ist das Dampfenn selbst kurioserweise in Raucherbereichen noch gestattet.

Indien: Hat seit einigen Jahren eine sehr schwammige Rechtspolitik. Zuletzt sollte es ein Verbot geben, dies wird aber derzeit offenbar nochmals überdacht. Nach dem aktuellen Stand der Dinge ist es eine rechtliche Grauzone. Wichtig: Mehrere indische Bundesstaaten haben strengere Gesetze erlassen. Bitte unbedingt tagesaktuell vor der Abreise informieren.

Japan: Hier gibt es zwar keine generellen Verbote für das Einführen und Nutzen von E-Zigaretten und Liquids. Allerdings dürfen dort nur Liquids ohne Nikotin verkauft werden. Pro Monat und Person dürfen 120 Milliliter nikotinhaltige Liquids importiert werden. Dampfen ist nicht zwingend auch dort gestattet, wo es Rauchen ist.

Jordanien: Ist zumindest auf dem Papier sehr eindeutig: Es gibt mittlerweile ein komplettes Verbot für den Verkauf von E-Zigaretten und Liquids. In der Realität scheint es jedoch tatsächlich eine Grauzone zu sein, nach der Reisenden keine Schwierigkeiten gemacht werden. Zudem scheint sich gerade die jordanische Jugend zunehmend nicht sonderlich an das Gesetz zu halten.

Kambodscha: Hat ein komplettes Verbot erlassen sowie teilweise auch alles, was mit E-Zigaretten zusammenhängt, in Geschäften beschlagnahmt. Reisenden wird dringend abgeraten, eigene Geräte mitzubringen.

Katar: Hat ein strenges Verbot, das sich auf alles zwischen Einfuhr und Konsum erstreckt. Zur Vermeidung von Ärger sollten E-Zigaretten zuhause bleiben.

Kuba: Hat zwar keine offiziellen Gesetze gegen das Dampfen. Jedoch berichteten Reisende schon häufiger davon, dass ihre Utensilien beschlagnahmt wurden.

Libanon: Hat zwar ein Verbot erlassen, dessen Einhaltung offenbar aber nicht wirklich nachhaltig kontrolliert wird. Geschäfte für E-Zigaretten und Liquids gibt es hier ebenso wie auf der Straße offen dampfende Einwohner. Als Reisender sollte man jedoch Vorsicht walten lassen. Einführen scheint kein Problem zu sein, darüber hinaus sollte man jedoch nichts riskieren.

Mexiko: Hier gibt es ein etwas kompliziertes Gesetz. Die Nutzung von E-Zigaretten ist zwar nicht reguliert. Allerdings ist der Verkauf von allem, was damit zusammenhängt, strafbar. Zudem gibt es immer wieder Berichte, wonach die Utensilien von Einreisenden am Zoll beschlagnahmt wurden.

Malaysia: Sieht Nikotin als offiziell reguliertes Gift an. E-Zigaretten dürfen nicht importiert, können aber in offiziellen Verkaufsstellen erworben werden. Wichtig: Das Land listet 23 verschiedene Ortskategorien, in denen Dampfen generell untersagt ist, darunter auch öffentliche Parks.

Norwegen: Unser nördlicher Nachbar hat ebenfalls ein relativ schwammiges Gesetz. E-Zigarettenprodukte dürfen dort genutzt werden. Allerdings bekommt man Produkte nur gegen ein ärztliches Attest, das einem bescheinigt, dass man sie zur Abstinenz von Zigaretten nutzt. Reisende empfehlen, genügend Nachschub mitzubringen.

Singapur: Hat eines der strengsten Gesetze der Welt. Die Vorgehensweise ist einfach: Komplettes Dampfverbot.

Taiwan: Erließ jüngst ebenfalls strenge Verbote. Einreisende dürfen ausdrücklich keine E-Zigaretten und Liquids mitbringen.

Türkei: Erlaubt zwar das Dampfen an und für sich, jedoch ist der Verkauf offiziell untersagt. Allerdings scheint dieses Gesetz in den Urlaubsregionen wenig Beachtung zu finden. Tipp: Nur E-Zigaretten mitnehmen, deren Konfiszierung man verschmerzen kann.

Vereinigte Arabische Emirate: Hatten ein Verbot für Verkauf und Import, nicht aber den Konsum. Dieses wurde jedoch vor kurzem aufgehoben, sodass man als einreisender Nutzer nichts zu fürchten hat.

Nützliche Informationen vor dem Urlaub einholen

Welche Regeln gelten im Zielland? Wo darf wann und was gedampft werden? Grundsätzlich gilt, dass man an bislang unbekannten Orten ebenso wenig einfach losdampfen sollte, wie man sich eine Zigarette anstecken würde. Das gilt sogar dort, wo es rechtlich erlaubt ist. Denn in nicht wenigen Regionen/Ländern zieht Rauchen/Dampfen ein kulturelles Naserümpfen nach sich, etwa in Japan. Bevor man also E-Zigaretten nutzt, sollte man zunächst mit offenen Augen sein Umfeld beobachten und erst dampfen, wenn man auch andere Dampfer/Raucher sieht.

Welche Regeln gelten an Flughäfen und im Flugzeug?

E-Zigaretten dürfen seit 2015, nach einigen Zwischenfällen mit Akkus im aufgegebenen Gepäck, nur noch im Handgepäck mitgenommen werden. Alternativ können sie direkt am Körper getragen werden. Im Flugzeug herrschen trotz der Druckbelüftung geringere Druckverhältnisse als auf dem Boden. Der Hersteller blu empfiehlt deshalb, dass der Tank des Geräts leer ist und idealerweise auch die Liquid-Behälter ungeöffnet sind, sonst können sie eventuell auslaufen. Im Handgepäck gelten die gleichen Flüssigkeitsregeln wie für alle Passagiere: 100 Milliliter maximale Füllmenge pro Behälter und alle in einem durchsichtigen Beutel. Das Dampfen am Flughafen ist nur gestattet, wenn es dort explizite Raucherareale gibt. Während des Fluges muss die E-Zigarette ausgeschaltet bleiben. Sie darf auch nicht aufgeladen werden. Zusätzlich sollten eventuell mitgeführte Reserve-Akkus einzeln verpackt sein, damit es kein Risiko für Kurzschlüsse gibt.