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Bahrain führt Mehrwertsteuer ein

Anfang dieses Jahres hat Bahrain die Mehrwertsteuer eingeführt. Es ist nach Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) das dritte Mitgliedsland des Golfkooperationsrats, das die Steuer eingeführt hat. 

Mitgliedstaaten sollen Vorgaben in nationale Gesetzgebung umsetzen

Die Grundlage für die Einführung der Mehrwertsteuer bildet das gemeinsame Übereinkommen über die Einführung der Mehrwertsteuer in den Golfstaaten. Dieses Übereinkommen sieht vor, dass die Mitgliedstaaten die Vorgaben des Übereinkommens in die nationale Gesetzgebung umsetzen. Bahrain kam dem nach und führte mit dem Dekret 48/2018 eine Mehrwertsteuerregelung ein. Seitdem veröffentlicht die nationale Steuerbehörde regelmäßig neue Leitfäden, welche die Auswirkungen für die einzelnen Wirtschaftsbranchen erklären. Die Dokumente richten sich auch an internationale Investoren und sind in englischer Sprache auf der Homepage der Steuerbehörde abrufbar.

Leitfäden für Export-Unternehmen zum Download

Die letzten Veröffentlichungen (Stand: Ende März/2019) befassen sich mit den Auswirkungen der neuen Regelung auf den Finanzsektor und die Digitalwirtschaft. Eine Zusammenfassung aller Leitfäden (auch für Import- und Exportgeschäfte) finden Interessierte hier. Eine inoffizielle von der Steuerbehörde veröffentlichte englische Übersetzung der Mehrwertsteuerregelung ist hier zu finden.

Auch das Emirat Oman plant im September 2019 die Mehrwertsteuer einzuführen. Kuwait plant die Einführung 2021, während Katar nach wie vor in der Evaluierungsphase steckt.

Quelle: Germany Trade & Invest (GTAI)