© Screenshot offizieller GoT-Trailer YouTube

Game of Thrones: Das sind die Drehorte der Kultserie

Lange warten die Fans gespannt auf das Staffelfinale von Game of Thrones. Nun wird die achte und finale Staffel der Serie gezeigt. An welchen Orten Fans Cersei Lannister, Jon Snow und Co. näher sein können, zeigt dieser Beitrag mit Tipps der Reiseportale Travelzoo und Urlaubsguru. 

Die Orte auf Westeros und Essos, den Kontinenten von „Game of Thrones“, könnten kaum unterschiedlicher sein: Von schneebedeckten Bergen über weite Felder, raue Meere, mediterrane Küsten bis hin zu heißen, trockenen Wüsten ist alles vertreten. Wer sich auf die Spuren der Saga von George R. R. Martin begeben möchte, muss gleich mehrere Reiseländer ansteuern – Kroatien, Island, Nordirland, Malta, Marokko oder auch Spanien. Ganz egal, ob Fans eher die Starks, Lannisters oder doch die Targaryens bevorzugen, sehenswert sind die Drehorte allesamt.

Kroatien: Königsmund und Dubrovnik

Vor allem in Kroatien gibt es viele Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Die Stadt Königsmund wird bevorzugt von der Altstadt von Dubrovnik „dargestellt“. Bei der Schlacht um Schwarzwasser sind in der Serie die imposanten Steinmauern, die dramatischen Klippen und die Festung Lovrijenac an der Küste Kroatiens zu bewundern. Ihren „Walk of Shame“ in der fünften Staffel absolviert Cersei Lannister in einer bekannten Straße Dubrovniks, der Stradun. Ganz in der Nähe von Dubrovnik, in Trsteno, liegt der botanische Garten Trsteno Arboretum, der die Gärten von Königsmund darstellt. Für weitere Landschaftsaufnahmen wurde im Nationalpark Krka gedreht.

Auch die Stadt Split ist ein Highlight für „Game of Thrones“-Fans. Im Diokletianpalast fanden Aufnahmen zu der Sklavenstadt Meereen statt. Die riesige Palastanlage ist rund 1.700 Jahre alt und beherbergt in den Gewölbe-Kellern in der Serie zwei von Daenerys“ Drachen.

 Aït-Ben-Haddou, Marokko © Peter Engelke – AdobeStock

Island: Auf Jon Schnees Spuren

Original-Schauplätze der Welt nördlich der Mauer können Liebhaber der Serie in Island bestaunen. Die Grjótagjá-Höhlen dienten als Kulisse für die Liebesszene von Jon Schnee und der Wildlingsfrau Ygritte. Die unterirdische Thermalquelle befindet sich im Nordosten Islands in einer kleinen Lavahöhle in der Nähe des Sees Mývatn. Das nahe gelegene Lavafeld Dimmuborgir ist in der Serie in der Szene zu sehen, in der die Wildlinge auf dem Weg in Richtung Süden ihr Camp aufschlagen.

Für alle Naturliebhaber ist Island ein Paradies: Vulkane, heiße Quellen und Nordlichter machen die Insel zu einer absoluten Trenddestination 2019. Vor allem der Gletscher Vatnjajökull ist ein echtes „Must-see“ – er taucht gleich in mehreren Szenen von „Game of Thrones“ auf.

Malta: Königsmunds Gärten

Auch Malta stellt für Königsmund die Kulisse. In der ersten Staffel wurde für die Szenen in Königsmund hauptsächlich dort gedreht. An der Ostküste Maltas liegt der Ort Fort Ricasoli, der den perfekten Drehort für die Festung von Königsmund darstellt. Der San Anton Palace wurde im 16. Jahrhundert erbaut. In der Serie schreiten die Darsteller bei ihren Szenen durch die wunderschönen Gärten und das imposante Gebäude.

Marokko: Astapor und Essos

Für Schauplätze von Essos und Astapor wurde die Crew von „Game of Thrones“ in Marokko fündig. Zu Beginn hält sich Daenerys in Pentos (an der Westküste von Essos) auf, Szenen dafür wurden in Aït-Ben-Haddou gedreht. Dort lebt Daenerys mit ihrem Bruder und wird erstmals ihrem späteren Ehemann, dem Dothraki-Fürsten Khal Drogo, vorgestellt. Die Stadt, die Astapor ihr Gesicht geliehen hat, heißt Essaouira, nicht weit von Marrakesch entfernt.

Spanien: Kampfarena von Meereen

Die Serienmacher fanden auch in Spanien viele geeignete Drehorte. So diente der Königspalast Alcázar de Sevilla, im andalusischen Sevilla, als Kulisse für die Wassergärten von Dorne. Myrcella Lannister spaziert dort gern durch die Parkanlagen. Die Stierkampfarena Plaza de Toros de la Maestranza war Schauplatz einer großen Kampfarena von Meereen. Die katalanische Stadt Girona mit ihren mittelalterlichen Gassen ist gleich mehrfach in der Serie zu sehen und kann sich ebenfalls in die Reihe der imposanten Original-Schauplätze einreihen.

Irland  © Unsplash.com

Irland: Winterfell und Eiseninseln

Winterfell, der Sitz der Familie Stark, ist in der Realität eines der beeindruckendsten Schlösser Nordirlands, Castle Ward. Szenen, die in der Nähe von Winterfell spielen, wurden zu großen Teilen im Tollymore Nationalpark gedreht, der am Fuße der Mourne-Berge im Osten des Landes liegt. Die Landschaft von Nordirland wurde auch für Szenen für die Sturmlande und die Eiseninseln auserkoren. Die rauen Klippen der Murlough Bucht sind bestens für Szenen der Eiseninseln geeignet.

In einem Studio in der Hauptstadt Belfast wurden viele Szenen gedreht. Doch auch außerhalb der Stadt fand das Filmteam passende Orte, wie das Gebiet „Dark Hedges“, das in der Serie zu den Wäldern Tollymores umfunktioniert wird, in denen die Herren von Winterfell herrschen und ihre Schattenwölfe fangen.

Buntglasfenster als Vermächtnis

Als Vermächtnis und um dem außerordentlichen Interesse gerecht zu werden, hat Nordirland als Hauptdrehort sechs riesige Buntglasfenster mit den großen Herrscherhäusern der Serie in Auftrag gegeben. Die Auswahl der Motive erfolgte auf der Grundlage von Online-Suchbegriffen der Fans. Das erste dieser Fenster wird heute in Belfast in der Nähe des Rathauses enthüllt und repräsentiert das Haus Stark.

Zusätzlich wurde auf der Webseite eine digitale Version des ersten Buntglasfensters freigeschaltet, die weiteren folgen im Wochenabstand. Online können Fans sämtliche abgebildeten Szenen eingehend erforschen und ein Foto hochladen, um ein digitales Selfie zu kreieren, das sie mit Freunden über die Sozialen Netzwerke teilen können.

Nach den zehn handgeschnitzten Türen aus dem Holz der Dark Hedges (Königsweg) und dem gigantischen Wandteppich, der mit dem Ende der Serie 88 Meter lang sein wird, laden auch die Buntglasfenster nach Nordirland ein, um den 26 Drehorten von „Game of Throne“ mit epischen Schlachten, feuerspeienden Drachen, den eiskalten Weißen Wanderern oder der Roten Hochzeit noch einmal ganz nahe zu sein.