Bulli von Fabio_Teneriffa © Yescapa

Slow Travel günstig mit dem Wohnmobil: So geht es

Die Deutschen kaufen immer mehr Wohnwagen und –mobile. Während im Jahr 2013 die Anzahl der neu angemeldeten Wagen laut Caravaning Industrie Verband (CIVD) bei insgesamt 41.000 lag, waren es im Zeitraum von Juli 2016 bis Juni 2017 bereits über 60.000. Dabei stieg besonders die Zahl der angemeldeten Wohnmobile, zu denen auch Kleinbusse wie die VW T-Reihe mit Campingausstattung gehört.

2018 kauften die Deutschen bereits rund 24.300 Wohnwagen. Bei den Wohnmobilen ist der Boom sogar noch krasser: Seit 2013 hat sich die Zahl der Reisemobil-Neuzulassungen fast verdoppelt, von 24.800 auf rund 46.900.

Slow Travel günstig mit dem Wohnmobil: So geht es

Die Gründe für den Zuwachs liegen unter anderem bei der zunehmenden Beliebtheit von Camping als Reiseform. Jahrzehnte lang galt das Reisen mit dem Wohnmobil als Inbegriff des Spießerdaseins. Das hat sich inzwischen grundlegend geändert. Man muss sich nur einmal unter den hashtags #vanlife (nahezu fünf Millionen Beiträge) oder #retrocaravan (fast 18.000 Beiträge) oder caravaning (rund 80.000 Beiträge) die unzähligen Bilder anschauen, die das Reisen mit dem Wohnmobil in den unterschiedlichsten und schönsten Facetten darstellen.

Wohnmobil mieten privat auf Yescapa

Miet-Camper von Dico in Portugal © Yescapa

Slow Travel mit dem Wohnmobil

Diese Art des vergleichsweise langsamen Reisens („slow travel“) hat auch etwas mit der Rückbesinnung zur Natur und dem Wunsch nach Entschleunigung in einem zunehmend hektisch werdendem Alltag zu tun. Auch streben insbesondere die Generation Y und die Millennials danach, die Welt zu entdecken, aber das möglichst nachhaltig, authentisch und exklusiv.

Laut Buchautor Dan Kieran (Slow Travel – Die Kunst des Reisens) soll „Slow Travel“ seinen Ursprung in Italien haben – übrigens auch ein sehr beliebtes Ziel für Wohnmobilisten. Aus Italien kommt auch der Trend zum bewussten, aufwändig zubereiteten Essen (Slow Food). Bereits 1999 besannen sich einige kleine italienische Städte darauf, dass beim Reisen nicht das Tempo, sondern der Genuss im Vordergrund stehen sollte und nannten sich „langsame Städte („Cittàslow“) – inzwischen gibt es die slow cities überall auf der Welt.

Bewusster Reisen für weniger Geld

Menschen, die es bevorzugen langsamer zu reisen, wollen das Tempo drosseln („slow down“), das Reisen selbst vereinfachen („simplify“) und weniger Geld ausgeben („spend less“). Gleichzeitig ist Slow Travel auch mit Nachhaltigkeit und dem Wunsch verbunden, einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen. Wer langsam reist, hat ein großes Interesse daran, die negativen Auswirkungen des Reisens auf Natur und Lebensräume zu minimieren. Zudem ermöglicht das langsame Reisen, die Umgebung bewusst zu erleben und nicht nur zu reisen, um möglichst viel zu erleben, sondern im Moment zu sein. Ziel vieler Slow Traveller ist es außerdem, Orte aufzusuchen, die abseits des Mainstream-Tourismus sind. Das Wohnmobil oder der Wohnwagen sind für diesen Wunsch eine gute Voraussetzung, denn sie ermöglichen auch ein flexibles und unabhängiges Reisen.

Yescapa - Private Wohnmobilvermietung

Campingbus von Nuno – zur Miete auf © Yescapa

Neues Wohnmobil für die meisten zu teuer

Die Hauptzielgruppe für den Kauf eines Wohnmobils sind jedoch die sogenannten Babyboomer, also Personen, die heute um die 50 Jahre alt sind. Sie sind noch keine Rentner, verfügen aber über ein hohes Einkommen. „Best Ager“ werden sie auch genannte, Menschen im besten Alter und einem gut gefüllten Portemonnaie. Ein Wohnmobil ist grundsätzlich mit sehr hohen Anschaffungs- und Erhaltungskosten verbunden. Durchschnittlich werden dafür 53.000 Euro ausgegeben. Trotzdem nutzen es die Eigentümer in der Regel nur rund 70 Tage im Jahr. Die restliche Zeit steht es nutzlos herum.

Viele Wohnmobilbesitzer verkaufen deshalb ihr Urlaubsgefährt. Tatsächlich sind die Besitzumschreibungen von Caravans (Wohnwagen) und Reisemobilen in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Dass der Markt zuletzt nicht noch stärker gewachsen ist, liegt laut CIVD nicht an der fehlenden Nachfrage, sondern am fehlenden Angebot: Wer aktuell ein Fahrzeug besitzt, verkauft es nicht so schnell. Wer jetzt mit dem Camping auf vier Rädern anfangen möchte, dürfte daher einen höheren Preis für ein Gebrauchtfahrzeug bezahlen müssen als noch vor wenigen Jahren.

Slow Travel günstig mit dem Wohnmobil: So geht es

Es gibt aber durchaus Möglichkeiten, auch mit wenig Geld mit dem Caravan zu verreisen. Die sogenannte Sharing Economy wird nämlich immer größer. Nach dem Motto „Teilen ist das neue Haben“ entscheiden sich immer mehr Reisende dafür, für den Urlaub ein Wohnmobil zu mieten.

Neuer Trend: „Wohnmobil mieten von privat“

Auf der Online-Plattform Yescapa kann man beispielsweise in ganz Europa einen Campingbus oder ein Wohnmobil mieten. Der ungebremste Trend des Campersharing schlägt momentan Wellen auf internationalem Niveau. Mehr als 250.000 Nutzer aus aller Welt zählt Yescapa bereits, die im Sinne von „fly and camp“ am liebsten direkt zum Urlaubsort fliegen (zum Beispiel Teneriffa, Marseille oder Palermo) und vor Ort einen Camper mieten. Durch das Konzept der privaten Wohnmobilvermietung entsteht und wächst ein weltweites Netzwerk von Campingfans, die die entschleunigte Reiseform des Slow Travel leben und gemeinsam vorantreiben.

Und die Wohnmobilbesitzer, die auf Yescapa ihr Wohnmobil vermieten, haben die Möglichkeit, ihre Kauf- sowie Erhaltungskosten aufzufangen. Eine klassische Win-Win-Situation für alle.

Campingbus mieten von privat auf Yescapa

Camper von Ricardo © Yescapa