Montage of the earth with a global network of people from all walks of life on different continents isolated over white. Clipping path included. Earth photo courtesy of NASA.

Jeder vierte Student war im Ausland

Jeder vierte Student, der 2011 an einer deutschen Hochschule eingeschrieben war, hat während seines Studiums Auslandserfahrung gesammelt. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor.Ermittelt haben die neuen Zahlen der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und das Hochschul-Informations-Systems (HIS). Wichtig dabei: Als Auslandsaufenthalt zählen nicht nur Auslandssemester, sondern auch Auslandspraktika, Sprachkurse und Studienreisen. Im Vergleich zur letzten Erhebung aus dem Jahr 2009 ist die Studentenmobilität damit leicht rückläufig. Damals waren 26 Prozent der Hochschüler im Ausland gewesen. 2007 waren es 23 Prozent.

Universitätsstudenten gehen häufiger ins Ausland

Die Erhebung des DAAD und des HIS untersucht die Mobilität von Studenten seit 1963. Eine wichtige Erkenntnis: Der Anteil deutscher Studierender, die kurz vor ihrem Abschluss einen studienbezogenen Auslandsaufenthalt machten, erhöhte sich in den 90-er Jahren von einem Fünftel des damaligen Jahrzehnts auf rund ein Drittel zur Jahrtausendwende sowie in den ersten zehn Jahren danach.

Dabei unterscheidet sich das Mobilitätsverhalten von Studenten an Fachhochschulen von denen an Universitäten. Bei den Studenten an Fachhochschulen stieg der Anteil der Hochschüler, die Auslandserfahrung hatten, kontinuierlich. Lag er 2007 noch bei 18 Prozent, erhöhte er bis 2011 auf 20 Prozent. Ein Auslandsaufenthalt ist bei Universitätsstudenten aber trotzdem deutlich verbreiteter. Dort ging sogar mehr als jeder vierte Hochschüler 2011 ins Ausland (26 Prozent). Der hohe Wert aus der Studie von 2009 konnte aber nicht wieder erreicht werden. Damals lag er bei 27 Prozent.

40 Prozent der Masterstudenten sind auslandsmobil

Für 2011 konnte HIS erstmals ebenfalls genauere Daten für Studierende in Master-Studiengängen an Universitäten und Fachhochschulen ermitteln: Im zweiten Studienjahr des Master-Studiums können an Unis und FHs jeweils 37 Prozent der Studierenden auf Auslandsaufenthalte verweisen. Und mit Abschluss des Studiums sind sogar 40 Prozent der Master-Studierenden mindestens einmal auslandsmobil gewesen.

Verändert hat sich außerdem der Zeitpunkt des Auslandsaufenthalts: Wurde früher vor allem ein Auslandsstudium in den höheren Semestern nach dem Grundstudium oder dem Vordiplom realisiert, so hat sich die Situation durch die Umstellung auf die kürzeren Studiengänge mit Bachelor- und Master-Abschlüssen erheblich verändert. Bachelor-Studierende gehen früher und durchschnittlich wesentlich kürzer ins Ausland, als es in den Diplom- und Magister-Studiengängen der Fall war.

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