© TAT

Thailand: So nachhaltig kann das Reisen sein

Nachhaltigkeit und verantwortungsbewussteres Reisen spielen bei den Thailändern eine wichtige Rolle. So setzt sich das Thailändische Fremdenverkehrsamt (TAT) mit gemeindebasiertem Tourismus, der Unterstützung von Strand- und Ozeansäuberungen und dem Ausbau der Königlichen Projekte für die Umwelt ein. 

Aufforderung zum nachhaltigen Handeln

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit ist auch die neue Initiative „Travel Thailand in Style, Reduce Plastic Waste“. Sie sieht eine Reduktion des Plastikmülls um 50 Prozent bis 2020 vor und bezieht wichtige Akteure der Tourismusbranche mit ein. Unter anderem gibt die Initiative Tipps, wie Müll und Einwegprodukte eingespart werden können. Bei allen neuen Projekten und Ansätzen werden die Anbieter und Reisenden gleichermaßen zu nachhaltigem Handeln aufgefordert. Diese Kooperation soll als Katalysator für Thailands Reise- und Tourismussektor dienen, indem die Aktivitäten zum einen das Umweltbewusstsein in der Bevölkerung stärken und die Touristen zum anderen dazu ermutigt, verantwortungsbewusst zu reisen, so das Thailändische Fremdenverkehrsamt.

Verbot von Einweg-Plastikprodukten

Seit August 2018 gilt in 154 thailändischen Nationalparks ein Verbot von Einweg-Plastikprodukten. Die Kampagne wird durch Banner unterstützt, die Touristen dazu animieren, umweltfreundliche und mehrfach verwendbare Produkte zu verwenden und sie auffordert, über den durch Plastik in der Umwelt angerichteten Schaden nachzudenken. Insbesondere ein Schild am Strand von Ko Mae Ko im Mu Ko Ang Thong Nationalpark sticht hervor: Darauf sind mehrere Produkte unter Angabe ihrer Zersetzungsdauer abgebildet. Durch diese Initiativen soll der Plastikmüll um geschätzte drei Millionen Teile reduziert werden. Seit Anfang 2018 gilt an 24 beliebten Stränden zudem ein Rauchverbot, wodurch der Anteil der Zigarettenstummeln schon erheblich gesunken ist.

nachhaltiges Reisen

Quelle: TAT

Abbau von Meeresmüll

Die Initiative, die vom Thailändischen Fremdenverkehrsamt in Kooperation mit der Ecoalf Foundation und PTT Global Chemical (PTTGC) 2017 ins Leben gerufen wurde, hat außerdem zum Ziel, die Strände und Meere um Thailand von Müll zu befreien. Anschließend wird der Müll upgecycelt, also zu höherwertigen Stoffen, wie Pellets und Weiterem verarbeitet. Dies sind wichtige Schritte, denn das Ministerium für Meeres- und Küstenressourcen hat nun einen Plan veröffentlicht, der eine Senkung des Meeresmülls um 50 Prozent bis zum Jahr 2027 vorsieht.

Hilfe für Unternehmen für mehr Nachhaltigkeit

Unter dem Namen „Amazing Thailand‚ Go Local“ werden schon seit einigen Jahren noch unbekanntere Regionen sowie gemeindebasierte touristische Angebote gefördert. Seit Oktober 2018 werden dafür auch die Unternehmen der jeweiligen Regionen stärker mit einbezogen, was insbesondere für die umfassende Umsetzung der Nachhaltigkeitspläne wichtig ist. Den Unternehmen wird dazu Unterstützung für Aktivitäten der Corporate Social Responsibility (CSR) angeboten. Diese fordert einen freiwilligen Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung, der über die gesetzlichen Forderungen hinausgeht. Auch wird zu einem gemeindebasierten Tourismus abseits der ausgetretenen Pfade im Besonderen angehalten. Obwohl Thailand eine aufstrebende, moderne Nation mit all ihrem Luxus und Komfort des 21. Jahrhunderts ist, so sind es doch die einzigartigen Thai-Traditionen und Attraktionen die meist die wertvollen Erinnerungen der Besucher werden. Diese gilt es mithilfe der geplanten Initiativen zu bewahren.