Lyon - © Travelcircus

Diese Städte im Ausland eignen sich gut für Silvester

In nur 17 Tagen steht das Jahresende an. Neben Bleigießen und Raclette gibt es dann auch Böller und Raketen: Jedes Jahr geben die Deutschen rund 137 Millionen Euro für Feuerwerkskörper aus. Eine passende Silvesterlocation zu finden, ist jedoch für viele nicht einfach. Welche Städte gut für Silvester geeignet sind, zeigt die Buchungsplattform Travelcircus.

Musikalisches Silvester in Wien

In der Heimatstadt der Sachertorte, des Praters und des Walzers feiern die Wiener in der Innenstadt. So finden sich am 31. Dezember mehr als 600.000 Besucher auf dem Wiener Silvesterpfad ein. Dieser erstreckt sich in der Wiener Altstadt vom Rathausplatz über den Prater bis zum Graben – einer der bekanntesten Straßen der Stadt.

Elegant und doch partytauglich bietet der Silvesterpfad sowohl kulinarische Leckerbissen wie Punsch und Bratäpfel als auch mehrere Show-Bühnen, die mit Operetten, Pop-Rock, DJs und Schlagermusik für Feierlaune sorgen. Besonders beliebt ist die Klassikmeile am Graben des Silvesterpfades, denn dort erwartet Besucher ein Freiluft-Ballsaal, der zum Wiener Walzer einlädt.

2019 wird dann mit einem farbenfrohen Feuerwerk am Rathausplatz und im Prater eingeläutet. Wen es eher zum Feuerwerk am Stephansplatz zieht, sollte die Ohren schützen, dort wird es besonders laut.

Ein Tipp von Travelcircus: Am 1. Januar – oder Jänner, wie man in Wien sagt – erwartet die Besucher ab 10 Uhr ein Katerfrühstück auf dem Rathausplatz. Dazu können Musikinteressierte die Live-Übertragung des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker auf einer Großbildleinwand genießen.

Quelle: Travelcircus

Buntes Feuerwerk in Funchal

Vor der Küste Afrikas wartet die portugiesische Insel Madeira mit einem der größten Feuerwerke Europas auf. Einen ersten Vorgeschmack erwartet Einheimische und Besucher bereits an den Juni-Wochenenden: Beim Atlantik-Festival zeigen Pyrotechniker ihr Können und schmücken den sommerlichen Nachthimmel über der Hauptstadt Funchal mit farbenfrohen Feuerwerken. Der Gewinner des Festivals darf am 31. Dezember das Silvester-Feuerwerk ausrichten. Pünktlich um Mitternacht werden die Raketen an verschiedenen Standorten von Funchal gezündet und erleuchten so den gesamten Himmel über der Stadt. Das Feuerwerk ist besonders gut vom Hafen, von den Dachterrassen der Hotels und aus der oberhalb von Funchal gelegen Stadt Monte zu bewundern.

Nach einem portugiesischen Brauch werden zum Jahreswechsel 12 Rosinen gegessen – eine pro Monat. Mit jeder Rosine haben die Feiernden einen Wunsch frei.

Am Lagerfeuer ins neue Jahr feiern

Isländer lieben Feuerwerk und geben viel Geld für Feuerwerkskörper aus – pro Kopf jährlich mehrere hundert Euro. Doch die Liebe zu Raketen hat etwas Gutes. So dürfen auf Island fast ausschließlich Hilfsorganisationen wie beispielsweise die Bergwacht Feuerwerkskörper verkaufen, um den Großteil ihrer Jahreseinnahmen zu generieren.

In Reykjavik halten es die Einheimischen am 31. Dezember gern traditionell. Bei einem typisch isländischen Abendessen – oft Fisch oder Lamm – sitzt die Familie gemütlich bis etwa 20 Uhr zusammen. Danach versammeln sich die Menschen an großen Lagerfeuern, bevor es pünktlich um 22 Uhr eine satirische TV-Show anzusehen gilt – ein Muss für jeden Isländer und auch jeden Touristen.

Kurz vor dem Jahreswechsel versammelt sich die gesamte Stadt wieder auf den Straßen Reykjaviks. Ab 23.30 Uhr dürfen sich Besucher auf besonders farbenfrohe, helle und vor allem laute Minuten freuen.

Ein besonders schöner Ort, um das Himmelsspektakel zu bewundern, ist die Hallgrímskirkja-Kirche im Zentrum von Reykjavik – nicht ohne Grund versammeln sich dort viele Einheimische und Touristen, um gemeinsam das Feuerwerk anzusehen: Die Kirche verleiht dem Blitzlichtgewitter am Himmel eine besonders edle Atmosphäre. Im Anschluss wird bei einer Hausparty oder in den vielseitigen Pubs der Stadt bis in die frühen Morgenstunden hineingefeiert.

Wer es nicht schafft, Silvester in Island zu verbringen, kann auch einige Tage vor und auch noch nach Silvester in Reykjavik gelegentlich Feuerwerke sehen. Ein Kurztrip um die Feiertage lohnt sich also.

Island – Quelle: Travelcircus

An der Moldau ins neue Jahr feiern

Die goldene Stadt an der Moldau ist so in Feuerwerke vernarrt, dass es direkt zwei gibt: Das erste findet traditionell um 0 Uhr zum Jahreswechsel statt, das zweite dürfen Einheimische und Touristen am 1. Januar um 18 Uhr bestaunen. Um den besten Blick auf die beiden Feuerwerke zu ergattern, verlassen Schaulustige am besten die Innenstadt und begeben sich zum Ufer der Moldau. Vor allem die Karlsbrücke ist ein beliebter Ort, um das Feuerwerk zu genießen, aber natürlich ist es dort meist dementsprechend voll. Alternativ kann auf die Brücken der Altstadt oder auf die Prager Burg ausgewichen werden. Besonders idyllisch kann das Jahr 2019 bei einer Bootstour auf der Moldau starten mit bestem Blick auf das Feuerwerk.

Wen es hingegen ins Getümmel zieht, der ist auf dem Altstädter Ring und dem Wenzelsplatz richtig. Zwar lässt der Blick auf das Feuerwerk eher zu wünschen übrig, dafür ist ein Platz in den nahegelegen Szene-Bars der Stadt so gut wie gesichert. So können Party-Fans das neue Jahr ausgelassen begrüßen – wenn auch in eng aneinander gedrängten Menschenmassen.

Der 1. Januar ist für die Tschechen übrigens mehr als nur das Neujahrsfest – denn am 1. Januar 1993 gründete sich nach der Trennung der Tschechoslowakei die Tschechische Republik. Somit zählt der 1. Januar zu den Nationalfeiertagen des Landes.

Weiße Silvester in zwei Städten

Silvester im Winterwunderland zu feiern lässt sich gut in Skandinavien und zwar direkt zweimal innerhalb einer Stunde. Denn Haparanda und Tornio, zwei Nachbarstädte in Schweden und Finnland, sind lediglich ein Kilometer voneinander entfernt – und liegen doch in zwei unterschiedlichen Zeitzonen. So ist Tornio Haparanda genau 60 Minuten voraus.

Die beiden skandinavischen Städte betten sich idyllisch in die Landschaft des Bottnischen Meerbusens ein und werden durch den Fluss Torne beziehungsweise Tornionjoki getrennt. Eine Brücke verbindet die Ortschaften, Grenzkontrollen gibt es nicht. So können Liebhaber des Silvesterfestes zunächst in Tornio in Finnland das neue Jahr begrüßen, bevor sie nach einem kleinen Spaziergang in Haparanda in Schweden erneut die Korken knallen lassen.

Sowohl die schwedischen als auch die finnischen Einheimischen lassen es zu Silvester eher ruhig angehen. Nachdem in gemütlicher Runde traditionelle Speisen den Gaumen verwöhnt haben, treffen sich Bewohner und neugierige Touristen auf der Brücke und witzeln über die Zeitverschiebung.

Edle Silvesternacht in Lyon

Wer es zu Silvester lieber ruhig und exklusiv angeht, ist in Lyon gut aufgehoben. Die Franzosen verbringen den Jahreswechsel meist in entspannter Runde mit Freunden und Familie, dazu werden traditionell Champagner und ein exquisites Abendessen serviert. Ob zu Hause oder im Restaurant, nie dürfen es weniger als fünf Gänge sein. Anders als in Deutschland gibt es in Lyon um Mitternacht nur wenige kleine Feuerwerke, dafür aber ein langes Hupkonzert auf den Straßen. Ein beliebter Ort, um 2019 zu begrüßen, ist der Place Bellecour. Dort können Einheimische und Urlauber entweder den Countdown vor dem Riesenrad herunterzählen oder mit etwas Glück sogar auf dem Riesenrad die Aussicht auf Lyon genießen.

Im Anschluss geht es weiter in die Clubs der Stadt, die mit Wein und Champagner zu einer spaßigen und doch edlen Nacht in Lyon einladen. Einheimische suchen alternativ auch gern den Weg nach Hause, um nochmals in kleinem Kreise zu speisen.

Rotterdam – Quelle: Travelcircus

Partynacht in Rotterdam

Die Hafenstadt Rotterdam hält das größte Feuerwerk der ganzen Niederlande bereit inklusive Musikbegleitung. Abgefeuert werden die Raketen von befugten Pyro-Experten auf der Erasmusbrücke, die ansonsten für Passanten als feuerwerksfreie Zone gilt.

Wer mittendrin sein möchte, begibt sich zur sogenannten “Nationalen Neujahrsnacht” am besten schon frühzeitig ans Ufer des Nieuwe Maas. Dort gibt es den besten Blick auf das Himmelsspektakel zum Jahreswechsel – vor allem dann, wenn sich die bunten Fontänen in der Wasseroberfläche spiegeln. Doch auch außerhalb des Trubels verzaubert das Feuerwerk auf der Erasmusbrücke den Himmel von ganz Rotterdam.

Im Anschluss empfiehlt es sich, bis in die frühen Morgenstunden durchzufeiern – denn in der Silvesternacht fahren keine öffentlichen Verkehrsmittel in Rotterdam. In der Straße “Witte de Withstraat” versammeln sich nach Mitternacht unzählige Einheimische und Touristen, um in angesagten Bars das neue Jahr zu zelebrieren. Wer als Urlauber hingegen lieber allein unter Niederländern feiern möchte, sollte den alten Hafen von Rotterdam ansteuern.

Der frühe Vogel begrüßt das neue Jahr: In Rotterdam wird bereits ab 23 Uhr der Countdown zum neuen Jahr gezählt.