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Halloween: Wo Reisende eine gruselige Nacht verbringen können

Aus dem Alltag zu entkommen, Abenteuer zu erleben, oder einfach etwas zu tun, was man noch nie gemacht hat, sind für die Deutschen einige Gründe, in den Urlaub zu fahren. Für mehr als jeden zehnten Reisenden (13 Prozent) ist die Suche nach Nervenkitzel und Spannung eine wesentliche Motivation. In einigen Wochen steht Halloween vor der Tür – ein  guter Anlass für Abenteuerlustige eine Nacht in einem von Geistern heimgesuchten Zimmer zu verbringen. In welchen Unterkünften man unheimliche Geschehnisse miterleben kann, zeigt Booking.com.

Tulloch Castle Hotel – Dingwall, Vereinigtes Königreich

Tulloch Castle befindet sich in den schottischen Highlands und stammt aus dem 12. Jahrhundert. Heute ist es ein Hotel mit einer aufregenden und geschichtsträchtigen Vergangenheit. Vorübergehend wurde es 1940 als provisorisches Krankenhaus genutzt. Die Gäste lieben die Geistertour, auf der die vielen Gänge und Treppen des Gebäudes erkundet werden. Verirren sollte man sich nicht, da die Hallen angeblich von der berüchtigten Green Lady von Tulloch heimgesucht werden, von der noch ein Portrait im großen Saal hängt.

Hotel Paris – Florenz, Italien

In einer so romantischen Stadt wie Florenz ist es nur passend, dass es sich bei der berühmtesten Gruselgeschichte um eine Liebesgeschichte handelt: Bianca Capello, eine venezianische Adlige, berühmt für ihre Schönheit, heiratete nach ein langjährigen Affäre Francesco I de’ Medici, Großherzog der Toskana. Im Oktober 1587 starb das Paar jedoch unter mysteriösen Umständen – möglicherweise durch Vergiftung.

Das Hotel Paris ist ein ehemaliger Palazzo, der als Treffpunkt der beiden heimlichen Liebhaber diente. Es heißt, dass der Geist von Bianca Capello noch immer durch die Säle des heutigen Boutique-Hotels schwebt und nach ihrem Ehemann, dem Großherzog, sucht.

Trembling Madness Apartments – York, Vereinigtes Königreich

Offiziell als die Stadt in Europa bekannt, in der es am meisten spukt, wimmelt es in York förmlich von Gespenstern. Dort werden Gassen, Kirchen, Hotels und Kneipen von unheimlichen Gästen heimgesucht. Die Trembling Madness Apartments befinden sich in der Nähe eines alten Innenhofs im Herzen der Stadt. Eines der Apartments, die 600 Jahre alte Kammer, soll auch von Geistern genutzt werden. Den Gästen gefällt darüber hinaus besonders die Dekoration: ein Ouijabrett (Hexenbrett zur Kontaktaufnahme mit Geistern), ein EMF-Messgerät und eine umfangreiche Sammlung an Tierpräparaten. Also alles, was für einen schrulligen Aufenthalt notwendig ist.

Quelle: Ottawa Jail Hostel

HI- Ottawa Jail Hostel – Ottawa, Kanada

Das ehemalige Gefängnis Nicholas Street Gaol ist heute ein Hostel. Obwohl einige der Zimmer nach modernem Standard renoviert wurden, findet man im Hostel immer noch die originalen Holztüren der Zellen und die Fenster sind mit den alten Gittern verriegelt.

Es wird gemunkelt, dass in der Einrichtung noch einige ihrer einstigen Insassen hausen: gespenstische Schreie und mysteriöse Geräusche sind ständige Vorkommnisse. Am häufigsten wird Patrick J. Whelan, ein irischer Schneider, im Ottowa-Gefängnis gesichtet. Er wurde dort wegen eines mutmaßlichen Mordes an einem lokalen Politiker hingerichtet. Das Teilen eines Zimmers ist möglich, allerdings kann nicht garantiert werden, mit wem (oder was) man es teilt.

1886 Crescent Hotel and Spa – Eureka Springs, Arkansas, USA

Ursprünglich als Luxusresort Ende des 19. Jahrhunderts eröffnet, geriet das Crescent Hotel in Verfall, bevor es zu einem College und Konservatorium für junge Frauen wurde. Anschließend betrieb Norman Baker es als Krankenhaus und Kurklinik, bevor er sich als Betrüger ohne medizinische Ausbildung entpuppte.

Heute lebt die turbulente Geschichte des Hotels in Form seiner vielen “ständigen Bewohner” weiter. Zu ihnen gehören ein Steinmetz, der während des Hotelbaus in den Tod stürzte, Krebspatienten aus Dr. Bakers Spitälern und der Geist der toten Hauskatze. Wer kann, sollte die Chance nutzen, die Bewohner während einer Geistertour zu treffen, zu der auch ein Besuch in der kühlen Leichenhalle des Hotels gehört.

Q Station – Sydney, Australien

Bis zur Schließung im Jahr 1972 wurden Neuankömmlinge, die unter dem Verdacht standen, ansteckende Krankheiten nach Australien zu bringen, 40 Tage lang in der North Head Quarantine Station isoliert. Infektionskrankheiten wie Pocken, Cholera und die Beulenpest machten das Quarantänezentrum zur letzten Ruhestätte von mehr als 500 Zwangsbewohnern.

Heute ist es in ein Besucherzentrum und eine Heritage-Unterkunft umgewandelt worden, zählt aber immer noch als Australiens heimgesuchtester Ort und diente schon als Schauplatz von Horrorfilmen. Neben Geistertouren durch die schaurige Vergangenheit bietet das Q Station ebenso informative Geschichtstouren.

Das Berlin Dungeon – Berlin Deutschland

An Halloween können Gäste im Berlin Dungeon eine exklusive Nacht des Grauens erleben. Bei einer Übernachtung in Folterkammer oder Pestraum wird zunächst ein gespenstisches Abendessen aufgetischt, das auch Vampiren und Werwölfen schmecken würde. Anschließend warten während einer Entdeckungstour durch die Berliner Vergangenheit düstere Gestalten der Hauptstadt Geschichte auf ihre Begegnung mit den Gästen. Dann folgt der unheimlichste Teil der Nacht: das Schlafengehen. In den dunklen Ecken der Schlafkammern verstecken sich Geister und Schattengestalten. Nur im schwachen Kerzenschein lässt es sich nach Monstern hinter Vorhängen und unter dem Bett Ausschau halten. So mancher Alptraum wird dort zur Wirklichkeit.