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So kämpft ein Reiseveranstalter gegen Plastikmüll

Immer mehr Reiseveranstalter engagieren sich für die Umwelt und kämpfen gegen den Plastikmüll, so auch Wikinger Reisen mit der Kampagne „Flas(c)hback“. Die Kampagne steht für das Thema Mehrweg: von der Plastikflasche über Kosmetikbehältnisse bis zur Einkaufstüte, aber auch für das Thema „Rückblende“ – das Zurückerinnern an ein intakteres ökologisches System. Wanderer sind Naturfans und diesem Thema entsprechend nahe, so der Veranstalter. Die cross-mediale Aktion ist ein weiterer Baustein der Nachhaltigkeitsstrategie des WWF-Partners. Mit der Kampagne möchte Winkinger Reisen künftig noch stärker gegen Plastikmüll vorgehen.

Keine Einwegflaschen und -tüten für Gäste

Auf dem Darß in Mecklenburg-Vorpommern bietet der Aktivspezialist 2019 erstmals eine „plastikfreie Reise“ in Zusammenarbeit mit dem WWF an. Die kleinen Gruppen wohnen im Biohotel Gingko Mare – dort sind, auch im Bad, keine Einweg- oder Plastikverpackungen im Einsatz. Das Trinkwasser kommt aus der Wasserveredelungsanlage, die rund um die Uhr zur Verfügung steht. Tee gibt es ebenfalls kostenlos, auch für die Trinkflasche. Es wird zudem darauf geachtet, dass Gäste während der Wanderungen und Radtouren keine Einwegflaschen und -tüten nutzen.

Südafrika: 200.000 Plastikflaschen pro Jahr weniger

Auch weltweit trägt der Kampf gegen Plastikmüll bereits Früchte. Im südlichen Afrika hat die nachhaltig orientierte Wikinger-Agentur gerade alle Fahrzeuge mit Trinkwasserspendern ausgerüstet – und ausgerechnet, dass allein durch diese Aktion rund 200.000 Plastikflaschen pro Jahr wegfallen.

Wiederverwendbare Teller und Becher

Ähnlich ist es in Chile – dort bekommen die kleinen Reisegruppen ihr Trinkwasser aus qualitätsgeprüften Brunnen. In Costa Rica, Ecuador und anderen Destinationen besorgen Reiseleiter Wasserkanister, aus denen Urlauber ihre Flaschen füllen können. Bei Picknicks kommen nur wiederverwendbare Teller und Becher auf den Tisch.

Quelle: obs/Wikinger Reisen GmbH

Thailand dämmt Plastiktütenflut ein

In Thailand unterstützt der Wikinger-Partner die international agierenden „Trash Heroes“, die Kunststoffmüll einsammeln. Künftig wird es zudem für jeden Reisegast Einkaufstaschen geben, um die Plastiktütenflut, die man in Thailand normalerweise erhält, einzudämmen. Das spart pro Gast rund sieben Plastiktüten pro Tag – pro Jahr sind das mehr als 60.000. Auch in anderen Zielgebieten kommen verstärkt Mehrwegtaschen, teilweise aus wiederverwertbarem PET, zum Einsatz.

Immer mehr Reisen sollen „plastikfrei“ werden

Meer weg oder Mehrweg – für viele Naturfans ist die Antwort klar, so das Unternehmen. Rund die Hälfte ihrer Urlauber nutzen schon wiederverwertbare Behältnisse. Das Ziel ist, dass auch die andere Hälfte darauf umstellt und alle Reisen ‚plastikfrei‘ werden.

Bewusstsein flächendeckend stärken

Wikinger Reisen setzt die Motive der „Flas(c)hback“-Kampagne künftig in der direkten Kommunikation mit Kunden, Partnern vor Ort und Hotels ein. Die Aufforderung soll fester Bestandteil der Reiseinformationen zum Thema „Grün reisen“ werden. Mit dem Projekt wollen sie nicht nur ihre eigenen Gäste erreichen. Sondern darüber hinaus das Bewusstsein für das Thema Mehrweg flächendeckend stärken. Auch am Unternehmensstandort in Hagen heißt die Devise „Flas(c)hback“: Der Wander- und Aktivspezialist schafft für den Innendienst rund 150 nachfüllbare Glasflaschen für den Schreibtisch an, in den Teeküchen stehen Wassersprudler.