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Brückentage 2019: Wie man am meisten Urlaubstage bekommt

Der Deutsche hat im Durchschnitt rund 28 Urlaubstage im Jahr. Wer möglichst viele freie Tage bekommen möchte, sollte um die Brückentage herumplanen. Im besten Fall können aus 29 Urlaubstagen 67 freie Tage werden. Das Online-Portal Travelcircus zeigt mit seiner Infografik, wie man am besten vorgehen sollte, um das Maximum aus Brücken- und Feiertagen rauszuholen. 

Auch, wenn viele Arbeitnehmer noch mitten im Urlaubsfeeling stecken, eine clevere Urlaubsplanung kann nie früh genug beginnen. Grundsätzlich gilt sogar: Je früher, desto besser – denn die Brückentage sind unter Kollegen hart umkämpft.

2019 mit Urlaub beginnen

Das Jahr 2019 lädt bereits zu Beginn zum Erholen ein – reichen Arbeitnehmer ab Silvester 2018 bis zum 4. Januar 2019 vier Tage Urlaub ein, so können dank des Feiertages am 1. Januar gesamte neun Tage genutzt werden, um noch vom Weihnachtsstress zu entspannen.

Für Urlaubshungrige aus Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt beginnt das Jahr allerdings mit einer kleinen Enttäuschung: Der Feiertag der Heiligen Drei Könige fällt 2019 auf einen Sonntag.

Umso schöner, dass Mitte April nach einer längeren Durststrecke aus vier Urlaubstagen gesamte zehn gemacht werden können. Karfreitag und Ostermontag spielen dazu natürlich wie jedes Jahr in die Karten.

Entspannt den Sommer einläuten

Während im Mai bereits die ersten warmen Tage den Sommer ankündigen, gehen clevere Arbeitnehmer den Wonnemonat entspannt an – schließlich ermöglichen sowohl der Tag der Arbeit als auch Himmelfahrt jeweils eine „Take-4-get-9“-Urlaubswoche.

Wer anschließend die Juni-Sonne genießen möchte, sollte bestenfalls in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz oder im Saarland wohnen – zusätzlich zum verlängerten Pfingstwochenende können dort durch Fronleichnam aus einem Urlaubstag vier gemacht werden.

Experten-Tipp: Für stressfreie und erholsame Momente sollten Sommerurlauber die Brückentagswochen in Mai und Juni anpeilen. Zu dieser Zeit dürfen sie noch mit verhältnismäßig günstigen Preisen und leeren Stränden rechnen – denn die Sommerferien 2019 beginnen frühestens am 20. Juni.

Quelle: Travelcircus

Katholische Gemeinden sind im Vorteil

Den perfekten Abschluss für den Sommer gibt es im Saarland. Mariä Himmelfahrt lädt zu einer Urlaubswoche im Spätsommer ein. Übrigens dürfen sich auch Teile von Bayern über diesen Feiertag freuen – jedoch nur in katholischen Gemeinden.

Das spätsommerliche Wetter eignet sich übrigens perfekt für einen Städtetrip. Kiew, Neapel, Palermo, Genova und Aarhus eignen sich nach einer Auswertung von Travelcircus besonders für einen Kurzurlaub.

Feiertagslaune im Herbst

Am besten lassen sich die ersten Herbsttage im Zauber der bunten Blätter genießen bei einem neuntägigen Urlaub, für den nur vier Urlaubstage eingereicht werden müssen. Deutschlandweit sorgt der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober für Feiertagslaune. Das Oktoberfest 2019 fällt passend in den Zeitraum vom 21. September bis zum 6. Oktober.

Experten-Tipp: Wer mit seinem Urlaubstagekontingent etwas sparsamer umgehen möchte beziehungsweise muss, kann mit einem Urlaubstag am 4. Oktober den Feiertag perfekt mit dem Wochenende verbinden.

Pech für Berlin und Hessen

Traurige Nachricht für Arbeitnehmer in Berlin und Hessen: In den anderen 14 Bundesländern dürfen es sich die Menschen entweder am Reformationstag, den 31. Oktober, oder Allerheiligen, den 1. November, zu Hause gemütlich machen. Sachsen legt sogar noch einen drauf: Durch den Buß- und Bettag am 20. November können aus zwei Urlaubstagen fünf gemacht werden.

Viele Urlaubstage an Weihnachten

Die Weihnachtszeit können Arbeitnehmer deutschlandweit insgesamt zwölf Tage lang genießen– und müssen dafür gerade mal fünf Urlaubstage einreichen. Alternativ kann der Trubel auch mit einer Fernreise umgangen werden. So lockt beispielsweise Thailand mit sommerlichen Temperaturen.

Saarländer profitieren am meisten

Deutschlandweit können clevere Urlaubsplaner ihren Urlaub mehr als verdoppeln. Gerade mal 29 Urlaubstage können zu 67 Tagen voller Entspannung werden. Das Maximum an Urlaub ist entsprechend der Infografik im Saarland herauszuholen – aus 38 Urlaubstagen machen schlaue Arbeitnehmer sogar 89. Aber auch Sachsen ist mit potenziellen 81 freien Tagen aus 35 Urlaubstagen gut dabei.

Berlin ist nicht mit Feiertagen gesegnet

Schlusslicht ist hingegen der Stadtstaat Berlin. Während der Reformationstag in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg und Bremen 2018 erstmals als Feiertag anerkannt wird, wartet die Hauptstadt noch immer sehnsüchtig auf einen zehnten Feiertag. Damit ist Berlin das einzige Bundesland, das nur die bundesländerübergreifenden Feiertage zur Erholung nutzen darf.

Mit einem Durchschnitt von 28,3 Urlaubstagen im Jahr ist ein Großteil der Brücken- und Feiertagswochen für die Deutschen sogar sehr gut realisierbar. Arbeitnehmer, denen leider nicht so viele Urlaubstage zugesichert sind, können in der Infografik ablesen, wie sie dennoch das Höchstmaß an freien Tagen ergattern können.

Quelle: Travelcircus