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Reiseziele: Dort zieht es die Deutschen in den Urlaub

Reisen gehört zu den liebsten Hobbys der Deutschen. Mehr als jeder Zweite hat eine Reise von mindestens fünf Tagen im vergangenen Jahr unternommen laut der Tourismusanalyse der Stiftung für Zukunftsfragen.Wohin es die Deutschen in Europa zieht und wo sie am liebsten leben würden, zeigt das Marktforschungsinstitut Splendid Research GmbH.

Nordeuropa ist der Sympathie-Favorit der Bundesbürger: Nach der unbestrittenen Heimatliebe fällt die Wahl auf die Nachbarländer – im weitesten Sinne: Deutschland finden knapp 70 Prozent der Bundesbürger sympathisch, gefolgt von Schweden (das knapp 63 Prozent mögen), Norwegen (60 Prozent) und Dänemark (immer noch 56 Prozent). Sympathiepunkte im Mittelfeld: Mit jeweils um die 30 Prozent sind die USA und Großbritannien, wie bereits in der letzten Erhebung, weder sehr angesehen noch gänzlich unbeliebt. Die Länder mit der schlechtesten Reputation heißen Russland, Israel und die Türkei – diese drei Länder geben jeweils nur zwischen zehn und elf Prozent der Bundesbürger auf Nachfragen an.

Südeuropa ist beliebtestes Urlaubsziel

Bella ciao: Italien ist mit 65,5 Prozent das Lieblingsurlaubsland der Deutschen, gefolgt von Spanien und Griechenland mit 64 bzw. 62 Prozent. Südeuropa gewinnt demnach als populäres Urlaubsziel, während Norwegen und Schweden im Vergleich zu der letzten Erhebung von August 2017 einiges an Prozentpunkten einbüßen mussten.

Als Reiseziel wieder beliebter ist auch Griechenland – knapp 60 Prozent der Deutschen ziehen einen Urlaub in dem Mittelmeeranrainerstaat in Erwägung. Das ist ein Plus von 10,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und wahrscheinlich der innenpolitischen Entspannung geschuldet. Zudem konnte das Land vermutlich Touristen aus Nordafrika sowie der Türkei abgreifen, die dort derzeit weniger hinreisen.

Nur 15 Prozent können sich hingegen vorstellen, in Israel Urlaub zu machen. Es wird vermutet, dass das Land an der südöstlichen Mittelmeerküste zu konfliktbehaftet ist. Schließlich rät auch das Auswärtige Amt nach wie vor zu erhöhter Vorsicht und spricht Teilreisewarnungen aus.

Quelle: Splendid Research

In Österreich und der Schweiz würden Deutsche am ehesten leben

Auf die Frage, wo es sich dauerhaft leben lässt, geben über 70 Prozent der Bundesbürger Deutschland selbst an. 33 Prozent der Deutschen sprechen sich für die Schweiz sowie knapp 32 Prozent für Österreich aus. Sowohl die geographische Nähe als auch dieselbe Sprache sind dort vermutlich ausschlaggebende Faktoren. Damit stehen die Deutschen der Idee vom Leben in einem anderen Land generell offener gegenüber als noch während der Erhebung vom Vorjahr, obgleich der Wagemut sich in Grenzen hält.

Großbritannien als Heimatland verliert derweil 3,3 Prozentpunkte im Vergleich zur letzten Erhebung. Grund dafür könnte der Brexit und die damit verbundenen neuen Hürden sein. Schlusslicht bildet auch, genau wie in Sachen Sympathie und Urlaub, wieder Israel mit lediglich 0,9 Prozent.

Die meisten Marken werden den richtigen Herkunftsländern zugeordnet

Zumeist ordnen die Bundesbürger bestimmte Marken dem korrekten Herkunftsland zu. Da sind zunächst die französischen Automarken Renault, Peugeot und Citroen, die in den Köpfen fest als französische Fabrikate verankert sind.

Und kaum eine andere Marke hat es wohl so sehr geschafft, für Schweden zu stehen wie IKEA. Auf den Plätzen zwei und drei für das Königreich liegen die Automarke Volvo sowie das Knäckebrot, das nach dem schwedischen Roggenkönig benannt ist: Wasa.

Es gibt jedoch auch Ausnahmen: So gilt Habano gemeinhin als brasilianisches Fabrikat, gleichwohl stammt es aus Kuba. Ähnliches ist bei Samsung zu beobachten: Die südkoreanische Marke wird häufig als chinesisch abgestempelt – China steht bei den Verbrauchern für moderne Technik.