Betrugsfälle in China
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Chinas Regierung senkt Umsatzsteuer und informiert über Betrugsfälle

Zum 1. Mai 2018 hat die Volksrepublik China die Umsatzsteuer um jeweils einen Prozentpunkt gesenkt. Der Regelsteuersatz sinkt von 17 auf 16 Prozent und der ermäßigte Steuersatz von 11 auf zehn Prozent.

Darüber hinaus warnt die IHK Köln vor Betrugsfällen in China. Über die letzten Jahre waren immer wieder Fälle von Betrügereien in den Handelsbeziehungen mit China zu verzeichnen. Die gängigsten Maschen betreffen Opfer von Opportunitätskäufern vermeintlich günstiger Waren aus China sowie immer häufiger auch Unternehmen mit langjährigen Geschäftserfahrungen in und mit China.

Ein Warnhinweis, den die Deutsche Botschaft Peking auf ihrer Internetseite veröffentlicht hat, informiert über die drei häufigsten Formen des Betruges und über Schutzmaßnahmen. Das sind die derzeit häufigsten Betrugsfälle:

Anlässe der Betrugsfälle variieren

  1. Eine Betrugsvariante zielt auf Gelegenheitskäufer von Waren und Rohstoffen aus China ab. Es handelt sich bei den Opfern fast ausschließlich um Erstkäufer, die den Kontakt zum Verkäufer auf Handelsplattformen im Internet gefunden haben.
  2. Das Unternehmen erhält gefälschte E-Mails: Angeblich hat sich die Kontoverbindung des chinesischen  Geschäftspartners für die anstehende Rechnungsbegleichung geändert. Diese Masche ist zwar seit langem sehr verbreitet, doch es häufen sich in letzter Zeit die Fälle solcher Betrugsfälle. Opfer werden hier im Gegensatz zum vorher geschilderten Fall für gewöhnlich Gesellschaften, die schon bestehende Geschäftsbeziehungen in China haben und seit einiger Zeit von etablierten Partnern in China dauerhaft oder alle paar Jahre einmal Waren beziehen.
  3. Mitarbeiter von deutschen Unternehmen werden telefonisch/per E-Mail vom CEO/CFO oder dem angeblichen Justiziar aufgefordert, eine Überweisung für ein (geheimes) Firmenprojekt nach China zu tätigen. Diese recht neue Form des Betruges ist sehr komplex und es sind in den letzten Monaten mindestens vier Fälle zur Kenntnis der IHK gelangt, bei denen Betrüger – teils erfolgreich – Gelder in der Größenordnung von 1,5 Millionen bis 15 Millionen Euro erschwindelt haben.

Informationen über die Betrugsfälle in China:

Auch die Deutsche Auslandshandelskammer China hat ein aktuelles Merkblatt zu verschiedenen Betrugsformen veröffentlicht.

Seit einigen Jahren warnt die IHK Köln auf ihrer Internetseite vor Betrugsfällen. Unternehmer mit China-Bezug sollten auch folgende Hinweise beachten:

Überraschende Geschäftsanfragen aus China
Vorsicht bei Anfragen zur Domain-Registrierung in China
Vorsicht bei Geldüberweisungen nach China