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Skiurlaub in Europa: Wo das beste Preis-Leistungs-Verhältnis herrscht

Wer ans Skifahren denkt, hat die Qual der Wahl: Tatsächlich gibt es in Europa mehr als 3.500 verschiedene Skigebiete. Sie bieten von Grandvalira in Andorra über Saalbach-Hinterglemm in Österreich bis hin nach Velká Raca in der Slowakei rund 37.000 Pistenkilometer. Je nachdem, auf welches Land die Wahl für einen Skiurlaub fällt, muss dafür mehr oder weniger tief in den Geldbeutel gegriffen werden.

Das Portal Travelcircus hat die größten Skigebiete (insgesamt 120) europäischer Länder untersucht und miteinander verglichen. Es hat die preiswertesten Skigebiete ermittelt und zeigt, wie bereits für wenig Geld steile Pisten abgefahren und unvergessliche Panoramen entdeckt werden können.

Ein Ergebnis des Vergleichs: Die Skipisten in Deutschland, Österreich, Finnland, Frankreich, Italien und Großbritannien liegen bei einer Preisspanne zwischen 100 Euro – 200 Euro am Tag. Skigebiete in Schweden, Liechtenstein, Österreich und der Schweiz können schon mal mehr als 200 Euro am Tag kosten, bestechen aber durch fantastische Unterkünfte. Den günstigsten Pistenkilometer fahren Sie in Les 3 Vallées in Frankreich. Hier erhalten Sie mit 600 Pistenkilometern den meisten Pistenspaß für Ihren Tages-Skipass.

Übrigens: Die Ukraine ist ganze sechs Mal günstiger ist als zum Beispiel die Schweiz. In den osteuropäischen Ländern verbringt man bereits für unter 50 Euro einen ganzen Skitag inklusive Übernachtung.

Skiurlaub wird teurer

Der Preis der teuersten Skiregion der Schweiz ist günstiger als im vergangenen Jahr. Trotzdem stieg der Durchschnittspreis aller ausgewerteten Regionen um 0,2 Prozent im Vergleich zur Saison 2016/2017 an. Auch die günstigste Region der Saison 2016/2017, Drahobat in der Ukraine, ist nun fast doppelt so teuer wie im vergangenen Jahr. Das teuerste Skigebiet ist fast sechs Mal so preisintensiv wie sein preisgünstigstes Pendant.

Der Ländervergleich

Die Unterschiede zwischen den Regionen sind enorm. Echte Schnäppchen können ergattert werden, wer statt der üblichen Winterdestinationen wie Österreich, Schweiz und Co. ein Blick auf die europäischen Nachbarländer wirft. Gerade, wenn es darum geht die Anreise so kurz wie möglich zu gestalten, bieten Länder wie Polen mit durchschnittlich 59 Euro pro Tag oder Tschechien mit 74 Euro pro Tag günstige Alternativen.

Unter 50 Euro

In sieben Skigebiets-Destinationen gibt es für unter 50 Euro Schneespaß pur. Das ist sogar eine Region mehr als im Vorjahr. Faszinierend ist auch die Tatsache, dass die Region Trostayn Mountain, die bereits im vergangenen Jahr mit 25 Euro die günstigste Skiregion darstellte, in diesem Jahr nochmals günstiger geworden ist und mit einem Preis von 15 Euro besticht. Trotzdem ist das Preisniveau der günstigsten Destinationen im Durchschnitt von 36 Euro auf 38 Euro gestiegen.

Unter 100 Euro

Im Preisvergleich setzen sich die Ukraine als preisstabile Destination und Slowenien, die Slowakei und Russland als Schnäppchendestination durch. Besonders bemerkenswert ist, dass Russland nun sogar auf Platz vier der günstigsten Skiregionen gelandet ist. Natürlich können dadurch die Anreisekosten deutlich höher werden. Dagegen sind Destinationen für preisbewusste Skiurlauber wie Polen und die Tschechische Republik sogar leicht im Preis gestiegen. Nichtsdestotrotz können sie im Preisvergleich immer noch als günstigste Skidestinationen mithalten.

Unter 200 Euro

Natürlich kann auch in der Heimat preiswert Skiurlaub gemacht werden. So kostet ein Tag mit Übernachtung in dem deutschen Skigebiet Brauneck – Lenggries oder im Oberjoch nur 131 Euro. Insgesamt ist es möglich, in den fünf größten deutschen Skigebieten für einen kompletten Tag unter 200 Euro Ski zu fahren. Zusätzlich gibt es aber auch in Spanien, zum Beispiel auf der Sierra Nevada – von welcher aus bei guter Sicht sogar Marokko und das Mittelmeer sichtbar sind – fantastische Angebote für nur 122 Euro pro Tag.

Spanien und Andorra glänzen generell mit einem tollen Preis-Leistungsverhältnis. Für durchschnittlich 120 Euro pro Tag kann man auf bis zu 210 Pistenkilometern das atemberaubende Panorama der Pyrenäen genießen. Oder lieber direkt in die französischen Alpen in ein Skigebiet der Superlative? In “Les tres Vallées” gibt es bis zu 600 km Pistenspaß. Übrigens handelt es sich hier auch um das größte Skigebiet der Welt.

Grundsätzlich ist die Auswahl an Skigebieten unter 200 Euro vielfältig. Insbesondere das österreichische Skigebiet Saalbach Hinterglemm lässt Skifahrer-Herzen höher schlagen. Ab 195 Euro pro Tag kann man sich hier den ganzen Tag auf beeindruckenden 270 km austoben.

Über 200 Euro

In dieser Kategorie finden sich in diesem Jahr Länder wie Österreich, die Schweiz und Liechtenstein wieder. Ein Skitag im schweizerischen Verbier kann 236 Euro pro Tag kosten. Dies liegt primär an den hohen Hotelpreisen mitten im Winterparadies. Wer gerne mit Familie oder Freunden in einer kuscheligen Hütte schläft und nicht auf ein 3- oder 4-Sterne Hotel besteht, kann hier also nochmal einiges an Geld sparen.

Wie sich die Kosten für den Skiurlaub zusammen setzen

Mehr als die Hälfte des Tagespreises macht allein die Übernachtung im vier Sterne Hotel aus, 30 Prozent fällt auf den Skipass, während der Rest in die Leihausrüstung investiert wird.

Spartipp: Wer sich zuerst das Hotel und die Region aussucht, kann auf diese Weise am besten den Gesamtpreis kontrollieren und vielleicht sogar noch Geld sparen.

Günstige osteuropäischen Länder bieten allerdings in der Regel nicht so viele Pistenkilometer wie manch andere teurere Skidestination. Vielen Wintersportlern geht es aber nicht nur darum, das günstigste Angebot zu ergattern, sie wollen auch besonders viel für ihr Geld erleben. Frankreich, Italien und die Schweiz/Lichtenstein sind die Spitzenreiter was das Preis/Leistung angeht. Dortwarten bis zu 600 Pistenkilometer auf den Gast. Die deutschen Skiregionen sind sehr preisintensiv bei verhältnismäßig wenigen Pistenkilometern.

Quelle: www.travelcircus.de