Schulden
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Wofür sich Deutsche, Russen und Amerikaner verschulden

Wofür verschulden sich die Deutschen, US-Amerikaner und Russen? Und wie fühlen sich die drei Nationen dabei dabei? Mit welchen Rückzahlungsproblemen sind sie aufgrund welcher Gründe konfrontiert? Diesen Fragen ging die „EOS Schulden-Studie“ 2017 im Rahmen einer repräsentativen Online-Befragung durch das Meinungsforschungsinstitut forsa auf den Grund.

Fast neun von zehn Deutschen (88 Prozent) sagen, dass sie ihre Schulden so gering wie möglich halten wollen – das sind sogar neun Prozentpunkte mehr als in der letzten „EOS Schulden-Studie“ 2015. In den USA und Russland meinten dies mit aktuell 67 beziehungsweise 76 Prozent der Befragten deutlich weniger.

Akzeptierte Schulden: Der deutsche Traum vom Eigenheim

Nach eigener Einschätzung würden die Deutschen am ehesten für den Kauf von Wohneigentum Schulden machen (82 Prozent). Erst auf Platz drei folgt der Kauf eines Autos oder Motorrads mit 56 Prozent. In Wirklichkeit haben jedoch 60 Prozent der Deutschen, aktuell oder in der Vergangenheit Schulden für ein Auto oder Motorrad abgezahlt – für Immobilien dagegen nur etwa jeder Zweite (45 Prozent).

Wer seine Verbindlichkeiten nicht zurückzahlen kann, fühlt sich schlecht. Das empfinden neun von zehn Deutschen so (91 Prozent), aber nur je drei von vier US-Amerikanern und Russen (76 Prozent). Dieser Wert ist in Deutschland seit 2015 sogar um sieben Prozentpunkte angestiegen.

Ein Grund für Rückzahlungsprobleme ist die Selbstüberschätzung. Etwa die Hälfte der Deutschen (51 Prozent) zahlt aktuell Schulden zurück. Wer schon einmal Rückzahlungsprobleme hatte – dies trifft auf sieben Prozent der Befragten zu – gab als Hauptgrund meist einen Arbeitsplatzverlust (29 Prozent) oder die eigene finanzielle Überschätzung an (24 Prozent, in Russland 44 Prozent, in den USA 24 Prozent).

Befragt nach der allgemeinen Lage in der Gesellschaft glauben allerdings neun von zehn Deutschen (89 Prozent), dass Überschätzung der Grund für Zahlungsschwierigkeiten ist. In Russland sagten dies lediglich 54 Prozent und in den USA 48 Prozent.