für den Job ins Ausland
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Osteuropäer und Briten würden am ehesten für den Job ins Ausland gehen

Deutsche Arbeitnehmer halten ihrem Land die Treue, wenn es um die Wahl Ihres Arbeitsplatzstandortes geht. So das Ergebnis der aktuellen Befragung unter mehr als 3.400 Teilnehmern in Europa durch die Jobsuchmaschine Jobswype.

Knapp die Hälfte der Deutschen (48 Prozent) würde nicht für den Job ins Ausland ziehen. Doch immerhin jeder Fünfte wäre bereit, sich in einer anderen deutschen Stadt nach einer neuen Stelle umzuschauen.

Europaweit betrachtet, würden viele Arbeitnehmer für ihren Traumjob über den eigenen Tellerrand hinaus schauen. So würden zwischen 19 Prozent (Schweiz) und 37 Prozent (Irland) der Jobswype-User einen Umzug in eine andere Stadt im Inland in Erwägung ziehen. Zwischen 22 und 62 Prozent sind wiederum bereit, in ein anderes EU-Land zu ziehen, wobei die erreichten 62 Prozent im Vereinigten Königreich klar das Gefühl der Unsicherheit nach dem Brexit reflektieren.

Je niedriger die Arbeitslosenquote, desto geringer die Wechselbereitschaft

„Wenig überraschend, besteht in den deutschsprachigen Ländern mit niedrigen Arbeitslosenzahlen und bester Wirtschaftsleistung die geringste Bereitschaft, für einen Job ins Ausland zu ziehen. Das lässt sich dadurch erklären, dass die Jobsuchenden hier auch im eigenen Land fündig werden“, sagt Christian Erhart, Geschäftsführer der Jobsuchmaschine Jobswype.

Im Gegensatz dazu stehen die ehemaligen Ost-Länder, deren Arbeitnehmer durchaus noch bessere Bedingungen im Westen vermuten. Im Vergleich zur Vorjahresumfrage ist die Anzahl der Auswanderwilligen merklich gesunken. Besonders auffällig: Die Bereitschaft der Briten, für einen Job ins Ausland zu ziehen, ist deutlich gestiegen. Ganze 62 Prozent, also mehr als doppelt so viele wie 2016, würden ihre Heimat für einen Job verlassen.

für den Job ins Ausland

In der Umfrage 2016 kristallisierte sich heraus, dass zwischen 16 und 45 Prozent der Europäer bereit waren, in ein anderes EU-Land zu ziehen. An erster Stelle standen die Polen und Rumänen (jeweils 40 Prozent), gefolgt von Ungarn (39 Prozent), den Iren (29 Prozent), den Tschechen (28 Prozent) und den Briten (26 Prozent). Weniger auswanderungswillig sind hingegen die Österreicher (20 Prozent), die Schweizer (17 Prozent) und schlussendlich die Deutschen (16 Prozent).

Für 26 Prozent der Schweizer, 33 Prozent der Deutschen und 36 Prozent der Österreicher kam noch Anfang 2016 ein Job-bedingter Umzug gar nicht in Frage. Die anderen Länder erzielten bei dieser Frage Werte zwischen 12 (Vereinigtes Königreich) und 29 Prozent (Tschechien).