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Welche Skigebiete in Europa am günstigsten sind

Die Kosten für einen Skiurlaub variieren insbesondere zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz enorm. Das hat eine Auswertung des Reiseportals Holidu von Millionen Unterkünften ergeben.

SkigebieteWer weniger Geld ausgeben und dennoch nicht auf den Winter-Aktiv-Urlaub verzichten möchte, sollte den Ochsenkopf im Fichtelgebirge ins Auge fassen. Unterkunft und Skipass kosten zusammen rund 39 Euro pro Person und Tag. Wer zusätzlich eine Ski-Ausrüstung mietet, zahlt insgesamt 54 Euro in der Hochsaison um den Jahreswechsel. Ähnlich günstig ist es am Großen Arber im Bayerischen Wald. Hier sinken die Gesamt-Ausgaben mit Ausrüstung im März sogar auf 47 Euro pro Person.

Im preislichen Mittelfeld liegen die Skigebiete Mehliskopf im Schwarzwald, Winterberg und Willingen im Sauerland, Oberstdorf im Allgäu und das Karwendel in den bayerischen Alpen. Dort gibt es für etwa 69 Euro pro Person und Tag nicht nur Unterkunft und Skipass, sondern beeindruckende Aussichten und herrliche Pisten obendrein. Mit Leih-Ausrüstung steigen die Kosten auf 94 Euro pro Person.

Die teuersten Skigebiete Deutschlands sind die Zugspitze und Garmisch-Partenkirchen. Die beliebten Pisten in „Garmisch-Classic“ ziehen jedes Jahr eine Million Skifahrer an, die sich von den relativ hohen Preisen nicht abschrecken lassen. Ein Skitag kostet hier mit Unterkunft, Skipass und Ausrüstung rund 105 Euro. Auch auf der Zugspitze liegt der Durchschnittswert noch bei 100 Euro. Bei Anreise im März – außerhalb der bayerischen Schulferien – sinkt der Preis im Schnitt um 16 Prozent auf 84 Euro.

SkigebieteSerfaus-Fiss-Ladis, Saalbach und Ischgl sind die teuersten Skigebiete in Österreich. Ein Pistentag mit Liftkarte, Ausrüstung und Unterkunft liegt bei 150 bis 200 Euro pro Urlauber. Am günstigsten ist der Winterurlaub am Großglockner im Bergdorf Heiligenblut. An Österreichs höchstem Berg warten komfortable Bahnen und Lifte für gerade mal 90 Euro Gesamtkosten pro Tag auf Besucher.

Wer zusätzlich sparen möchte, sollte generell statt im Dezember oder Januar besser im März anreisen. Dann werden Unterkünfte in einigen österreichischen Regionen wie Kitzbühel und Kaprun um circa 20 Prozent günstiger.

SkigebieteIn St. Moritz ist ein Skitag mit 184 Euro am teuersten. Davon schlagen alleine die Unterkunft mit 95 Euro und der Skipass mit 55 Euro pro Tag bei einer Woche Aufenthalt zu Buche. Ähnlich teuer ist Zermatt. Interessant ist jedoch ein Blick auf die Kostenentwicklung: Im März wird St. Moritz um 29 Prozent günstiger, wohingegen die Preise in Zermatt durchschnittlich um 11 % zulegen. In Saas-Grund, dem günstigsten Skigebiet der Schweiz, berappen Urlauber immerhin noch 96 Euro pro Tag für Unterkunft, Skipass und Leih-Ski. Generell macht die Schweiz ihrem Ruf als teures Urlaubsziel alle Ehre.

Auch in anderen europäischen Skigebieten gibt es beachtliche Preisunterschiede. Ein Vergleich zahlt sich deshalb aus.

Skigebiete in Frankreich bieten moderate Preise

SkigebietePistenspaß zu moderaten Preisen verspricht ein Skitag in Frankreich. Bei den französischen Nachbarn gibt es vielfältige Pisten mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Im großen Skigebiet Les Trois Vallées zahlen Urlauber im Durchschnitt 97 Euro täglich inklusive Skipass und Ausrüstung. Davon fallen 34 Euro auf die Unterkunft pro Tag bei einer Woche Aufenthalt. So lange sollten Urlauber mindestens bleiben, um die 600 Pistenkilometer annähernd zu erkunden.

SkigebieteIn Spanien fällt vor allem Baqueira Beret auf, das mit einem Preis von 171 Euro pro Person fast so teuer wie die Schweiz ist. Allein für die Unterkunft müssen Urlauber mit 119 Euro im Dezember/Januar rechnen. Auch im März wird der Aufenthalt nur geringfügig günstiger. In Molina, Espot Esqui und Valdezcaray hingegen lassen sich Pistenspaß mit milden Temperaturen und vielen Sonnentagen zu relativ kleinen Preisen erleben (circa 66 bis 88 Euro).

Skigebiete„Bella Italia“ ist immer eine Reise wert, im Sommer wie im Winter. Das hat sich bereits herumgesprochen und Norditaliens Skigebiete sind überaus gut besucht. Die hohe Nachfrage schlägt sich auch in den Kosten nieder: Ein „Tutti-Completti-Tag“ in Cortina d’Ampezzo kostet 137 Euro. Das sind 72 Euro für die Unterkunft, 41 Euro pro Skipass und – wer darauf angewiesen ist – noch 23 Euro für die Ausrüstung. Der März ist nicht nur als schneereichster Monat ein guter Tipp, sondern winkt zudem mit um rund 17 Prozent günstigeren Preisen.

Wer weniger Wert auf Après-Ski-Trubel legt, sollte die Hochebene von Folgaria im Trentino erwägen. Hier gibt es ordentliche Pisten und italienisches Flair zu einem Durchschnittspreis von 102 Euro pro Person und Tag für Unterkunft, Pass und Ausrüstung.

Europas Osten besonders günstig

Die Skigebiete im Osten Europas überzeugen mit unschlagbar günstigen Konditionen. Im polnischen Zakopane lassen sich Unterkünfte für 30 Euro in der absoluten Hochsaison rund um den Jahreswechsel finden. Im März sinken die Ausgaben sogar auf 18 Euro. Für Skipass plus Ausrüstung kommen rund 37 Euro pro Tag hinzu. Noch günstiger wird es in Slowenien, Bulgarien, Tschechien sowie Bosnien und Herzegowina. Hier können sich Skiurlauber über schlappe 59 pro Tag in der Hochsaison (Unterkunft, Skipass und Ausrüstung) freuen.