Steuerabgaben USA
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Steuerabgaben im internationalen Vergleich: US-Amerikaner und Deutsche stark belastet

Nachdem es Donald Trump nicht geschafft hat, Obama Care abzuschaffen, versucht er es mit dem nächsten heißen Eisen. Bis Ende des Jahres will der US-Präsident eine Steuerreform auf den Weg bringen. Das komplizierten Steuersystem soll deutlich vereinfacht, die amerikanische Mittelklasse und Unternehmen massiv entlastet werden. Letztere dürfen sich auf eine Absenkung des Steuersatzes auf 20 Prozent freuen – vorausgesetzt die Reform kommt. Aktuell beläuft sich der Steuersatz für Firmen in den USA laut Bundesfinanzministerium auf 42,1 Prozent (35 Prozent Zentralstaat + 7,1 Prozent Gebietskörperschaften). Das ist im Vergleich mit Europa viel, wie eine Grafik von Statista zeigt.

Ähnlich hohe Steuerabgaben haben noch Frankreich mit 38 Prozent, Italien mit 31,4 Prozent und vierter Stelle steht bereits Deutschland mit einem Spitzensteuersatz von 29,8 Prozent. Deutlich weniger Steuern müssen die Iren zahlen, wo sich das Maximum auf 12,5 Prozent beläuft.

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Hinzu kommt, dass die Deutschen die zweitgrößte Steuer- und Abgabenlast aller OECD-Mitgliedsstaaten zu schultern. Dabei sind vor allem Arbeitnehmer gefordert, die einen großen Anteil ihres Bruttoverdienstes für Sozialabgaben aufwenden müssen. Die USA stehen hierbei an siebter Stelle. Nur in Belgien ist der Satz noch höher, wie eine weitere Grafik von Statista zeigt.

Deutsche Arbeitnehmer mit hohen Steuerabgaben

Eine gemeinsame Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) und des Statistischen Bundesamtes zeigt, dass bei einem alleinstehenden Durchschnittsverdiener im vergangenen Jahr 49,4 Prozent des Bruttoeinkommens für Steuern und Sozialabgaben abgezogen werden. In Belgien sind es sogar 54 Prozent, der OECD-Durchschnitt liegt bei 36 Prozent.

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