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Österreich beliebtestes Land für deutsche Auslandsstudenten

Knapp 95 000 junge Menschen aus Deutschland nutzten im Jahr 2014 die Möglichkeit, im EU-Ausland zu studieren. Häufigstes Zielland war dabei Österreich. Dabei dürften die räumliche Nähe und die fehlende Sprachbarriere sicherlich eine Rolle gespielt haben. Das geht aus dem Statistischen Jahrbuch 2017 von Destatis hervor.

Knapp 27.000 Studierende aus Deutschland waren demzufolge an österreichischen Hochschulen eingeschrieben. Beliebt waren auch die Niederlande mit etwa 22.000 sowie das Vereinigte Königreich mit rund 17.000 Studierenden aus Deutschland.

Schlusslicht der Top Ten Studienländer sind übrigens das sonst bei Urlaubern sehr beliebte Italien und Portugal.

Österreicher und Italiener mögen deutsche Unis

Im Gegenzug waren zum Beginn des Wintersemesters 2014/2015 fast 70.000 Studierende aus dem EU-Ausland an deutschen Hochschulen eingeschrieben. Die größte Gruppe – rund 9.900 Studierende – kam aus Österreich, gefolgt von 7.300 Studierenden aus Frankreich und 7.200 Studierenden aus Italien.

Nicht nur im Bildungsbereich, sondern auch auf dem Arbeitsmarkt gilt das Prinzip der Freizügigkeit. Arbeitnehmer in der Europäischen Union haben die Möglichkeit, in einem anderen EU-Mitgliedstaat eine Beschäftigung aufzunehmen.

Ob sich jemand zur Arbeitsmigration entschließt, hängt neben der Lage am heimischen Arbeitsmarkt entscheidend davon ab, ob es im Zielland eine Nachfrage nach Arbeitskräften gibt. Auch infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise stellt sich die Arbeitsmarktsituation in den EU-Staaten nach wie vor sehr unterschiedlich dar.