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Generationenunterschied: Millennials reisen früher und häufiger als Baby Boomer

Die jungen Generationen haben schon mehr internationale Urlaubsreisen getätigt und damit auch viel früher begonnen, als dies noch bei den Eltern oder Großeltern der Fall war. Fernreiseziele sind dabei besonders beliebt. Das geht aus einer aktuellen Studie des Online-Reiseportals eDreams hervor. Die Studienbetreiber analysierten dafür die Entwicklung des Reiseverhaltens verschiedener Generationen. Hierfür wurden 13.000 Verbraucher in folgenden acht Ländern befragt: USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Schweden, Portugal, Italien, Spanien.

So unterscheidet sich das Reiseverhalten der Millennials (18- bis 29-Jährige) deutlich von dem der Baby Boomer (über 50-Jährige). Lediglich 19 Prozent der Baby Boomer gaben an, vor dem fünften Lebensjahr im Ausland gewesen zu sein. Unter den Millennials sind mit 54 Prozent knapp dreimal so viele bereits vor dem fünften Lebensjahr außerhalb Deutschlands unterwegs gewesen. Nur knapp 13 Prozent der Millennials waren vor dem 18. Lebensjahr noch nicht im Ausland. Auch bei der Anzahl der bereisten Länder liegen die Millennials klar vorne. Während Baby Boomer bis zu ihrem 18. Lebensjahr durchschnittlich drei Länder bereisten, haben Millennials mit sechs Ländern in ihrem jungen Leben bereits deutlich mehr von der Welt gesehen.

Reisen ist heute fester Bestandteil in Kindheit und Jugend

60 Prozent der Generation Z (bis 18 Jahre) sind bereits im Alter von fünf Jahren mindestens einmal im Ausland gewesen. Jedes vierte Kind ist heute sogar schon mit zwei Jahren erstmalig im Ausland unterwegs gewesen, so die Studie. Das zeigt deutlich, dass Kinder heute mehr von der Welt sehen als jemals zuvor. Zum Vergleich: Die Generation der Baby Boomer hatte durchschnittlich im Alter von 19 Jahren zum ersten Mal ausländischen Boden unter den Füßen, 20 Prozent von ihnen waren mit 30 Jahren noch nicht im Ausland. Das globale Durchschnittsalter der älteren Generationen für Auslandsreisen lag insgesamt bei 13 Jahren.

Bei internationalen Reisen sind die Deutschen ganz weit vorne, wenn es um das früheste Durchschnittsalter geht: Hierzulande ist ein Kind im Mittel neun Jahre alt, wenn es das erste Mal ins Ausland reist. Schwedische Kinder überqueren die Grenzen im Schnitt mit 11 Jahren, junge Franzosen mit 12 und Italiener mit 13.

Jeder zweite gab überdies an, deutlich mehr zu reisen als noch vor zehn Jahren. Dabei scheinen besonders zwei Gründe ausschlaggebend für die wachsende Reiselust: Fast die Hälfte (48 Prozent) sagt, dass Reisen heutzutage einfacher ist als noch vor zehn Jahren. 43 Prozent nannten zudem ein höheres verfügbares Einkommen als Grund, mehr reisen zu können. Unter den Europäern erfreuen sich besonders Fernreisen großer Beliebtheit. So gaben 55 Prozent an, im Gegensatz zu ihrer Kindheit, heute regelmäßig Fernreisen zu unternehmen.

„Unsere Möglichkeiten, die Welt zu erkunden, sind heute größer als je zuvor“, erklärt Danna Dunne, CEO von eDreams. „Es ist also kaum verwunderlich, dass unsere Kinder schon jetzt weitgereist sind und Orte kennenglernt haben, die für unsere Eltern und Großeltern sicherlich noch nicht auf dem Reiseplan standen. Durch die großen Fortschritte in Infrastruktur und Technologie ist das Reisen heute nur noch einen Klick entfernt.“