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Briten wollen plötzlich alle nach Deutschland

Wer hätte das gedacht? – Deutschland wird plötzlich attraktiv für die Briten. Wie das Statistische Bundesamt heute Morgen mitteilte, ist die Zahl der Einbürgerungen aus dem Vereinigten Königreich in der Bundesrepublik 2016 sprunghaft angestiegen. Ein Grund für die Flucht ins Merkel-Land ist sicher die Flucht vor den Brexit-Folgen.

In Jahren zuvor war die Zahl der Einbürgerungen von britischen Staatsangehörigen in Deutschland kontinuierlich auf niedrigem Niveau geblieben, wie die Grafik von Statista zeigt. In 2016 kam es dann zu 2.865 Einbürgerungen – über 360 Prozent mehr als im Vorjahr.

Statistisch betrachtet ist Deutschland ein Einwanderungsland. Laut Statistischem Bundesamt wanderten im Jahr 2015 ca. 1,14 Millionen mehr Menschen nach Deutschland ein als umgekehrt auswanderten. Die Zahl der Zuwanderer lag im Jahr 2015 bei rund 2,14 Millionen, darunter waren etwa 2,02 Millionen Ausländer. Das Hauptherkunftsland der Zuwanderer nach Deutschland war Syrien, gefolgt von Rumänien und Polen.

Deutschland ist Einwanderungsland

Die Zahl der Auswanderer aus Deutschland lag im gleichen Jahr bei ca. 997.500, die meisten von ihnen waren Ausländer. Die Zahl der deutschen Auswanderer, die ihr Heimatland verließen, lag bei knapp 140.000. Die beliebtesten Zielländer der deutschen Auswanderer waren die Schweiz, die USA und Österreich.

Ende des Jahres 2015 lebten insgesamt rund 9,12 Millionen Menschen mit ausländischem Pass innerhalb der Grenzen der Bundesrepublik. Laut Angaben des Ausländerzentralregisters zur Anzahl der Ausländer in Deutschland sind die wichtigsten Herkunftsländer von Einwanderern die Türkei, Polen und Italien. Einen Migrationshintergrund hatten im gleichen Jahr hierzulande rund 17,12 Millionen Menschen.

Die Grafik zeigt die Anzahl der Einbürgerungen aus dem Vereinigten Königreich in Deutschland bis 2016.
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