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Schüleraustausch in den USA: Trump hat keinen Einfluss auf die Wahl

Ob Obama oder Trump – Schüler, die sich derzeit mit der Austauschorganisation Ayusa-Intrax bei einem Schüleraustausch in den USA befinden, sehen keinen Unterschied darin, welcher Präsident gerade im Amt ist und in welchem Staat sie leben. Der durchgängige Tenor lautet, dass ein Schüleraustausch in den USA eine einzigartige Chance ist, die man nicht verpassen sollte.

Die Austauschschülerin Aylin, 16, liebt ihre zweite Heimat Arizona und hat eine sehr enge Bindung zu ihrer Gastfamilie aufgebaut, obwohl diese eine andere politische Haltung vertritt: „Das Highlight, was ich jeden Tag erlebe, ist es, hier zu sein und zu wissen, dass ich zwei ‚Zuhause‘ habe. Es ist unglaublich, wie wohl ich mich hier fühle und wie gut mich mein Umfeld aufgenommen hat.“

Schülerin Flora an Ostern in ihrer Gastfamilie in Minnesota (Foto: Ayusa-Intrax)

Viele der Schüler sind wie Aylin bei Gastfamilien, die Trump gegenüber positiv eingestellt sind oder ihn zumindest als das kleinere Übel neben Clinton verstehen. Generell nutzen die Schüler die Situation, um sich über verschiedene Meinungen auszutauschen – das Interesse ist groß, die andere Seite zu verstehen und nicht zu verurteilen. Die 16-jährige Flora setzt sich beispielsweise während ihrer Zeit in Georgia mit den Sichtweisen ihrer Gastfamilie auseinander: „Die beiden wissen, dass ich kein Trump-Fan bin und wir reden oft darüber, was jetzt passieren kann und was wir darüber denken. Jeder respektiert die Meinung des anderen, ich muss meine Ansichten nicht im Geringsten verstecken.“

Stärkung der deutsch-amerikanischen Freundschaft

Die Schülerin Sophie, 17 Jahre alt, die in Minnesota ihren Schüleraustausch verbringt, bringt die Essenz von dem Kulturaustausch vor Ort treffend auf den Punkt: „Ich möchte allen zukünftigen Austauschschülern sagen, dass es wichtig ist, nicht vorschnell über neue Dinge zu urteilen und dass es wichtig ist, die Kultur von anderen Ländern zu sehen. Denke immer an den Spruch: ‚It’s not wrong, it’s not right – it’s just different!‘ und übertrage nicht die Geschichte oder Kultur deines Landes auf ein anderes. Das gilt übrigens nicht nur für den politischen Teil eines anderen Landes, sondern auch für andere Dinge.“

Die Schüler leisten einen wichtigen diplomatischen Beitrag, um verschiedene Kulturen einander anzunähern und die deutsch-amerikanische Freundschaft zu stärken. Von ihren Einsichten und dem Verständnis für andere Lebensstile können die meisten viel lernen. Aylin betont, wie wichtig es ist, trotz ängstlicher Stimmen aus Deutschland weiterhin in die USA zu reisen: „Das Schlimmste, was wir machen können, wäre eingeschüchtert zu sein und kein Austauschschüler zu werden. Denn dann können wir ihnen ja nie beweisen, dass es wichtig ist, sich mit dem gefürchteten ‚Fremden‘ auseinanderzusetzen.“

Auf ihren Alltag wirkt sich der derzeitige Präsident laut der befragten Jugendlichen bei ihrem Aufenthalt kaum aus. Die 16-jährige Antonia bestätigt von ihrem Leben in Ohio: „Mein Alltag ist wie zuvor und ich würde eher sagen, dass ich vor der Wahl mehr von Trump mitbekommen habe wegen der ganzen Trump-Schilder in den yards, den Vorgärten.“

Nachfrage an Schüleraustausch in den USA unabhängig vom Präsidenten

Olaf Börner von Ayusa-Intrax erklärt rückblickend auf die langjährige Erfahrung der Austauschorganisation mit dem Schüleraustausch in den USA, dass die Nachfrage insgesamt recht unabhängig von der Beliebtheit des aktuellen Präsidenten in den USA ist: „Vielmehr steht das Interesse an der amerikanischen Kultur sowie dem Schul- und Alltagsleben bei der Motivation für einen Schüleraustausch in die USA im Vordergrund.“ Der Schüler Darijo, 16, fasst dies zusammen: „Meiner Erfahrung nach bekommt man politisch nicht wirklich viel mit. Egal ob mit Trump oder Clinton, dein Auslandsjahr wird eine klasse Sache werden!“

Schüler, die sich für einen USA Schüleraustausch interessieren, sollten zwischen 15 und 17 Jahre alt sein, über gute Englischkenntnisse verfügen und sich für die Kultur des Gastlandes interessieren.

Weitere Informationen und ausführliche Beratung bietet Ayusa-Intrax über die kostenlose Telefonnummer 0800 – 22 55 29 87, per E-Mail unter highschool@intrax.de oder auf der Webseite www.intrax.de.