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Starbucks: Gewinneinbruch in UK wegen Brexit?

Der Kaffeeriese Starbucks hat in Großbritannien nach eigenen Angaben einen Gewinneinbruch von 60 Prozent zu beklagen. Die Einzelhandelskette gab bekannt, dass der Profit vor Steuern im Laufe eines Jahres bis zum Oktober 2016 nur 13 Millionen Pfund betragen hat. Beim Kassensturz im Oktober 2015 lag die entsprechende Summe bei 34 Millionen Pfund. Der Umsatz in UK sank im Vergleichszeitraum von 405,6 Millionen Pfund auf 379,9 Millionen Pfund.

Brexit ist schlecht fürs Geschäft

Den Negativtrend sieht das Unternehmen unter anderem als Folge des Brexit-Votums. „Im vorigen Jahr war Starbucks im Vereinigten Königreich starkem wirtschaftlichen und geopolitischen Gegenwind ausgesetzt, was sich auf die Verkäufe ausgewirkt hat“, erklärte der Konzern an seinem Sitz in London. Auch seien ein „verlangsamtes ökonomisches Wachstum“ und ein negativer Einfluss des Brexit auf das Konsumverhalten von Kunden festzustellen. Diese legten laut der Kaffeeshop-Kette generell mehr Vorsicht bei Kaufentscheidungen an den Tag als im Jahr zuvor, was zu niedrigeren Verkaufszahlen in Starbucks-Filialen auf der Insel geführt habe.

Weniger Körperschaftssteuer

Infolge des sinkenden Profits flossen für 2016 auch weniger Körperschaftssteuern von Starbucks in die britische Staatskasse: Von sieben Mio. Pfund im Vorjahr schrumpfte der Betrag auf 2,7 Millionen Pfund. Allerdings stieg die Gesamtsumme aufgrund von Nachzahlungen für vorherige Jahre auf 6,7 Millionen Pfund. Für 2015 lag der Gesamtbetrag bei 8,4 Millionen Pfund.

Starbucks macht seit Jahren durch systematische Steuervermeidungsstrategien EU-weit von sich reden und spart damit Milliarden ein. Die EU will solch strittigem Konzerngebaren, das auch Giganten wie Apple oder Amazon an den Tag legen, künftig einen gesetzlichen Riegel vorschieben.

Quelle: www.pressetext.com