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Steigende US-Hauspreise: Miete schlägt Eigenheim

In den USA gibt es einen neuen Trend zur Haus- oder Wohnungsmiete. Der Grund dafür sind die steigenden Preise für Eigenheime, der schleppende Wohnungsbau und die demografische Entwicklung. Somit hat die Eigenheimrate zuletzt ein 50-Jahres-Tief erreicht, wie „Bloomberg“ berichtet.

Demnach wurden 2016 rund 37 Prozent aller verkauften Immobilien von Käufern erworben, die nicht darin wohnten. 2004 lag dieser Anteil noch bei rund 25 Prozent. Auch wenn darin Zweitwohnsitze und Investoren inkludiert sind, die alte Wohnungen renovieren, um sie dann mit einem Profit wiederzuverkaufen, ist es unübersehbar, dass die Vermieter eine immer größere Rolle auf dem US-Markt spielen.

Steigende Preise für Wohnungen und Häuser haben dazu geführt, dass große Investoren ihre Kaufinvestitionen 2016 um 2,9 Prozent abgesenkt haben. Die Lücke, die die großen Investoren hinterlassen, wird nun von kleineren Playern besetzt. So sehen die „Kleinen“ – vor allem diejenigen unter ihnen, die ihre Hypotheken auf ihre Eigenheime schon abbezahlt haben – die Mietobjekte als attraktive Art zur Aufbesserung des eigenen Einkommens oder der Rente.

Große regionale Unterschiede

Zu einem gewissen Teil fokussieren sich diese Aktivitäten vor allem auf die billigeren Märkte, weil auch die Gewinnmargen bei niedrigeren Preisen besser sind, so Daren Blomquist, Vizepräsident von Attom Data Solutions http://attomdata.com . So liegt in Seattle der durchschnittliche Immobilienpreis bei 414.000 Dollar. Die Kaufrate von Personen, die nicht auf dem erworbenen Grundstück leben, liegt bei 23 Prozent. In Dallas jedoch liegt der durchschnittliche Preis einer Immobilie bei 201.000 Dollar und die Kaufrate bei 40 Prozent.

Quelle: www.pressetext.com