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Jeder zehnte Deutsche würde Weihnachten gerne unter Palmen verbringen

Ganz traditionell zu Hause unterm Weihnachtsbaum mit Gans und Geschenken, im Bikini auf den Malediven oder in einer Berghütte in den Alpen mit viel Schnee? Wo würden die Deutschen Weihnachten feiern, wenn sie im Eurojackpot gewinnen? Bei der Frage nach der Traum-Location fürs Fest ist Deutschland zwiegespalten. Das hat eine GfK-Umfrage im Auftrag von WestLotto ergeben.

Die Hälfte der Befragten gab an, nach einem Millionengewinn Weihnachten in den eigenen vier Wänden zu verbringen. Die andere Hälfte der Deutschen würde einen Teil des Gewinns in eine Weihnachtsreise investieren. Dabei ziehen mehr Menschen eine Berghütte in den schneebedeckten Alpen einem Luxus-Resort auf den Malediven vor.

Lieber Schnee als Sonne: Mehr als jeder Siebte würde die Feiertage am liebsten in den Bergen verbringen, wenn er es sich leisten könnte (13,5 Prozent). Besonders große Sehnsucht nach dem Alpenpanorama haben Menschen aus Baden-Württemberg. Im Süden könnte sich fast jeder Fünfte vorstellen, Weihnachten hoch oben in einer Berghütte zu feiern (19,2 Prozent).

Weihnachten unter Palmen

Jeder Zehnte würde Weihnachten unter Palmen verbringen (10,1 Prozent), wenn er einen Millionengewinn bei einer Lotterie abräumt. Frauen zieht es häufiger als Männer in die Sonne. Jede achte Frau würde gerne in einem Luxus-Resort auf den Malediven Bescherung feiern (12,4 Prozent). Männer sehnen sich offenbar nicht so sehr nach Wärme. Nur 7,9 Prozent würden sich gerne an Weihnachten in der Sonne aalen.

Nach Besinnlichkeit steht unter 20-Jährigen offenbar kaum der Sinn. Als frischgebackener Millionär würden 15 Prozent der 18- und 19-Jährigen Weihnachten in einem schicken Loft in New York City verbringen.

Singles würden auf große Fahrt gehen

Singles und ältere Menschen dagegen würden gerne über die Feiertage in See stechen. 14,2 Prozent der Rentner und 12 Prozent der Alleinlebenden würden ein 5-Sterne-Kreuzfahrtschiff dem Feiern in den eigenen vier Wänden vorziehen. Etwa doppelt so viele wie im Durchschnitt (6,9 Prozent). In Hessen dagegen leben nur wenig echte Seeleute. Hier würden gerade einmal 1,7 Prozent gerne Weihnachten auf einem Schiff verbringen. In Nordrhein-Westfalen sind es 7,3 Prozent.

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Eine kleine Auszeit von der Verwandtschaft scheinen vor allem Menschen aus größeren Familien zu brauchen. In Haushalten, in denen vier Personen oder mehr leben, würden weniger Menschen Weihnachten zuhause verbringen (48,2 Prozent) als in Haushalten mit drei Familienmitgliedern (56,1 Prozent).

Jeder 15. Bewohner von Nordrhein-Westfalen könnte sich gut vorstellen Weihnachten auf einer eigenen Karibik-Insel zu verbringen. In Niedersachsen (drei Prozent) und Rheinland-Pfalz (2,1 Prozent) sind es deutlich weniger. Ob die Einwohner des bevölkerungsdichtesten Bundeslands einfach mal allein sein wollen?

Regionale Unterschiede

Besonders stark in die Ferne zieht es Menschen aus Thüringen. Dort würde nur etwa jeder Dritte nach einem Millionengewinn Weihnachten in den eigenen vier Wänden verbringen (37 Prozent). Ganz im Gegenteil zu Menschen aus Schleswig-Holstein: Hier feiern mit 64,1 Prozent die meisten am liebsten zuhause.

An Gewohntem festhalten: Das denken sich auch viele Hamburger. Nur 3,3 Prozent würde es nach einem Millionengewinn in die Sonne ziehen. Zum Vergleich: Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 10,1 Prozent. Oder liegt es einfach daran, dass die Hamburger schon in einer der Traumstädte Europas wohnen und deshalb gar nicht weg wollen? Laut einer forsa-Umfrage von WestLotto in diesem Jahr sind Hamburg und Barcelona die Städte, in denen die Deutschen im Falle eines Lotteriegewinns am liebsten ihren Zweitwohnsitz hätten.