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Zahl der ausländischen Studierenden steigt weiter

Im Studienjahr 2015 waren 321.569 junge Menschen aus dem Ausland in Deutschland immatrikuliert. Das ist eine erneute Steigerung im Vergleich zum Vorjahr.

Ein Großteil (73,3 Prozent) davon waren sogenannte Bildungsausländer. Das sind Studierende mit ausländischer Staatsangehörigkeit, die ihre Hochschulzugangsberechtigung im Ausland erworben haben. Bildungsinländer, also ausländische Studierende, die ihre Hochschulzugangsberechtigung in Deutschland erworben haben, machten 26,6 Prozent der ausländischen Studierenden aus. Das geht aus der Publikation „Wissenschaft weltoffen kompakt 2016“ hervor, die vom DAAD und dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) herausgegeben wird und vor allem auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes und der OECD beruht.

Meisten Auslandsstudenten aus China

Die meisten Bildungsausländer (30.259) kamen im Jahr 2015 aus China. Indien und Russland folgten mit jeweils über 11.500, Österreich mit fast 10.000 und Frankreich mit rund 7.300. Besonders beliebt bei den ausländischen Studierenden waren in Deutschland die Ingenieurswissenschaften sowie die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Jeder zweite Studierende war in einem Fach aus diesen Bereichen eingeschrieben. Nordrhein-Westfalen war das beliebteste Bundesland. Hier studierten 54.357 Bildungsausländer, es folgten Baden-Württemberg mit 33.754 und Bayern mit 29.708. Drei von vier Bildungsausländern gingen an eine Universität, jeder vierte an eine Fachhochschule.

Insgesamt waren im Jahr 2013 die USA, Großbritannien und Australien die beliebtesten Länder für internationale Studierende. Deutschland erreichte nach Frankreich Platz fünf.