„Es ist ein bisschen so wie bei Harry Potter“

Cornelius Römer hat vor drei Jahren sein Physikstudium in Cambridge begonnen und zudem ein Praktikum in den USA absolviert. Im Interview berichtet er, wie es zu der Entscheidung kam, nach England zu gehen, welche Herausforderungen er in der ersten Zeit meistern musste und welchen Einfluss die Erfahrungen in England und den USA auf ihn hatten.

Expat News: Sie studieren Natural Science und Mathematik mit Schwerpunkt Physik in Cambridge und planen, dort auch Ihren Master zu machen. Warum haben Sie sich für England entschieden?

Römer: In erster Linie habe ich mich nicht für England entschieden, sondern für Cambridge und das Trinity College, an dem bereits Newton, Maxwell und Rutherford gewirkt haben. Denn – und das ist auch der hauptauschlaggebende Punkt – ich wollte an einer hervorragenden Uni studieren. Da ich eine akademische Karriere in Physik anstrebte, war Cambridge die beste Möglichkeit, in Europa zu studieren. Cambridge genießt in diesem Bereich einen guten internationalen Ruf. Allerdings wurde ich neben Cambridge auch noch an anderen Unis in Europa und Amerika angenommen.

Expat News: Also ging es Ihnen hauptsächlich darum, an einer hervorragenden Uni zu studieren, die einen weltweit guten Ruf hat?

Römer: Es gibt auch noch ein paar andere Gründe, die mich bewegten, ins Ausland zu gehen. Einer davon war, dass ich erste positive Erfahrungen bereits während der Schulzeit gemacht hatte, als ich mit 16 Jahren drei Monate in Schottland verbrachte. In dieser Zeit habe ich gemerkt, dass es mir Spaß macht, Sprachen zu lernen. Davor war es für mich eher langweilig, insbesondere die vielen Vokabeln zu lernen. Eine Sprache in der Praxis zu lernen, empfand ich hingegen als interessant, weil es eine ganzheitliche Herausforderung darstellt. Seit dieser Zeit in Schottland habe ich angefangen, viel englische Literatur zu lesen. Vielleicht kam daher also schon ein wenig die Orientierung in Richtung England und Amerika. Hinzu kam sicherlich noch der Gedanke, dass ich mein Englisch perfektionieren würde, wenn ich an eine englische Uni gehe.

Ein weiterer Grund für meinen Entschluss ins Ausland zu gehen war, dass bereits seit vielen Jahren berichtet wird, wie wertvoll Auslandserfahrungen sind. Viele Studenten in Deutschland gehen mit dem Hochschulprogramm Erasmus für ein Semester ins Ausland. Ich dachte mir: Wenn das schon nützlich ist, warum nicht gleich das ganze Studium im Ausland verbringen? So macht man eine ganzheitliche Erfahrung und lernt das Land und die Kultur richtig kennen.

Cambridge

Expat News: Wieso fiel Ihre Entscheidung letztendlich auf Cambridge? Sie hätten ja ebenso gut an eine Uni in Amerika gehen können.

Römer: Cambridge hat ein paar spezielle Vorteile, wie zum Beispiel die 31 Colleges. Diese bilden einen Mikrokosmos und stellen den Lebensmittelpunkt dar und nicht, wie ich mir das in Deutschland vorstellen könnte, die Fachgruppe in der Uni. Es ist ein bisschen so wie bei Harry Potter: der eine ist im Hufflepuff-Haus und der andere im Gryffindor-Haus in Hogwarts. Die einzelnen Studenten identifizieren sich mit ihrem College, wodurch ganz interessante Gruppeneffekte geschaffen werden. Das College bildet den Dreh- und Angelpunkt, denn hier lebt man mit anderen Studenten zusammen, die alle möglichen Fächer studieren und es werden Mensen, Bibliotheken und vieles mehr bereitgestellt. Außerdem übernehmen die Colleges Teile der fachlichen Betreuung. So finden zwar die Vorlesungen und Prüfungen in einem großen Rahmen statt, für die die Universität direkt verantwortlich ist. Übungsaufgaben werden jedoch in kleinen Gruppen erarbeitet. Diese bestehen in der Regel aus zwei Studenten und einem so genannten Supervisor, der entweder ein PhD-Student, das ist ein Doktorand, oder – wenn man Glück hat – sogar ein Professor sein kann. Der Vorteil ist, dass man so ganz engen Kontakt zu Forschern bekommt, die man alles fragen kann, was man wissen möchte, und gleichzeitig individuelle Fragen stellen kann, für die es in größeren Tutorien keine Zeit gäbe.

Ebenso ist die Internationalität der Studenten in Cambridge toll. In meinem College sind von 17 Physikstudenten meines Jahrgangs drei aus Großbritannien. Der Rest sind Studenten, die kreuz und quer aus aller Welt kommen. Das ist sehr spannend, denn man bekommt dadurch ein gutes Gefühl für andere Kulturen.

Expat News: Wie hat Ihr Umfeld reagiert, als Sie beschlossen, in England zu studieren?

Römer: Meine Eltern haben mich und meine Schwester schon immer unterstützt. Wenn wir uns orientieren und etwas Neues ausprobieren wollten, haben sie uns keine Steine in den Weg gelegt, sondern uns aktiv gefördert. Zudem kam der Gedanke in England zu studieren, nicht plötzlich. Er hat sich über einen längeren Zeitraum entwickelt. Ich komme aus einer relativ ländlichen Gegend, etwa 30 Kilometer von Stuttgart entfernt. Als ich etwa in der fünften oder sechsten Klasse war und an Unis gedacht habe, erschien selbst Heidelberg weit weg. Durch meinen Schottland-Aufenthalt hat sich die Welt für mich ein wenig verkleinert und ich habe in einem größeren Rahmen gedacht. Es war also eigentlich nur eine Frage der Zeit, dass ich mich fragte: Warum soll ich nicht versuchen, mich an einer der besten Unis der Welt zu bewerben? Es war insofern keine Überraschung für meine Eltern.

Das gleiche gilt für meine Freunde und Klassenkameraden. Ich war auf einem staatlichen Internat in Deutschland, dem Landesgymnasium für Hochbegabte in Schwäbisch Gmünd, und viele der Absolventen waren bereits in England, in der Schweiz oder auch in Frankreich. Es war an dem Internat keine ungewöhnliche Sache, dass sich Schüler im Ausland bewerben.

Expat News: Wie haben Sie sich auf den Auslandsaufenthalt vorbereitet?

Römer: Der Bewerbungsprozess für englische Unis ist ein wenig langwieriger als hierzulande. Bewerbungsschluss für Oxford und Cambridge ist der 15. Oktober für das kommende Jahr. Im Dezember findet ein Interview mit der Uni statt, und im Januar erhält man ein sogenanntes Angebot. Dieses enthält die Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen, um einen Studienplatz zu bekommen – beispielsweise erforderlicher Abi-Durchschnitt oder gute Noten in Mathe und Physik. Diesen langen Zeitraum der Bewerbung habe ich bereits für die Vorbereitung nutzen können. Hilfreich war, dass ich einige Prospekte vom College erhalten habe, die das Uni-Leben ein bisschen beschrieben, so dass ich mir vorstellen konnte, was ich mitnehmen sollte und was nicht oder wie groß das Zimmer sein würde. Im Endeffekt besteht in diesen Punkten jedoch kein großer Unterschied zu Deutschland – es ist ähnlich, egal ob ich nach England oder innerhalb Deutschlands an eine Uni gehe. Der einzige Unterschied ist, dass England ein bisschen weiter weg ist und dadurch der Transport der persönlichen und nötigen Gegenstände etwas erschwert wird. Aber da habe ich dann auch eine Lösung gefunden. Ich habe herausgefunden, dass man Pakete – sogar ganze Umzugskartons – relativ günstig nach England verschicken kann. Der Versand für ein Paket bis zu 35 Kilogramm kostet  nur um die 30 Euro. Das wusste ich vorher nicht, denn ich habe es nie gebraucht. Zu organisieren wie mein ganzes Gepäck nach England kommt, war vielleicht so die größte Vorbereitung, die ich getroffen habe.

Expat News: Haben Sie sich interkulturell auf diesen Aufenthalt vorbereitet? Oder war das für Sie nicht entscheidend, da Sie Land und Menschen schon kannten?

Römer: Im Prinzip bin ich relativ sorglos dahin. Natürlich war mir klar, dass die Sprache und Kultur anders sind und auch dass es viel internationaler sein würde, als alles was ich vorher erlebt hatte. Aber im Prinzip ist es schwierig, sich konkret darauf vorzubereiten. Ich habe einfach gedacht, ich gehe hin und setze mich dann direkt mit der Situation auseinander, so wie sie kommt. Ich erinnere mich nicht, dass ich dahingehend im Vorhinein viel unternommen habe. Das einzige war, dass ich – wie schon vorher gesagt – viel auf Englisch gelesen habe, mit der Idee, dass ich dadurch mein Lese- und Sprachverständnis verbessere.

Expat News: Was waren die größten Herausforderungen, die Sie beim Einleben in Ihre neue Heimat meistern mussten?

Römer: Ich glaube das größte Problem war, dass grundlegendes Sprachverständnis und Sprachmöglichkeit nicht das gleiche sind. Sprachverständnis zu besitzen, ermöglicht es einem nicht zwangsläufig, voll an Diskussionen teilzunehmen. Das war mir natürlich im Prinzip schon bewusst. Es sorgte allerdings für ein gewisses Stresspotenzial, weil ich meine Ideen nicht so schnell formulieren und in Diskussionen einbringen konnte, wie ich es gewöhnt bin. Humor ist in England sehr wichtig, in allen möglichen Situationen, und um da mithalten zu können, braucht man natürlich ein nahezu perfektes Sprachverständnis und viel Erfahrung, gerade auch wenn man aus einem Land kommt, das für seine Ernsthaftigkeit bekannt ist.

Expat News: Hat diese sprachliche Barriere Einfluss auf Freundschaften genommen?

Römer: Dadurch das Cambridge so international ist, war das kein größeres Problem. Außer mir gab es noch viele andere Studenten aus unterschiedlichen Ländern, die identische Anfangsschwierigkeiten hatten – also sprachlich nicht auf dem Niveau eines Muttersprachlers waren. Im Grunde hat es ein bisschen dazu geführt, dass sich die Muttersprachler ein wenig von den Nicht-Muttersprachlern separiert haben. Aber als so richtig schlimm empfand ich es nicht. Das schlimmere war, dass ich mich für eine Weile nicht im vollen Besitz meiner intellektuellen Fähigkeiten gefühlt habe. Ich konnte zu Beginn in Gesprächen mit Muttersprachlern nicht richtig mithalten. Das hat aber nicht bedeutet, dass man sich nicht verstehen oder Freundschaften schließen konnte, da alle sehr offen und freundlich sind. Nach höchstens einem Jahr haben sich aber all diese Probleme aufgelöst, was man zum Beispiel daran erkennen kann, dass ich mittlerweile als Präsident der Studentenvertretung gewählt wurde und studentischer Vertreter im Universitätssenat bin.

Expat News: Sie haben kürzlich drei Monate für ein Praktikum in den USA verbracht. Haben Sie dort irgendwelche besonderen Unterschiede zwischen Deutschen, Engländern und Amerikanern feststellen können? Welche waren das?

Römer: Das ist schwierig zu verallgemeinern. In England sind die kulturellen Unterschiede zwischen den einzelnen Nationen – England, Wales, Schottland und Nordirland – aus britischer Sicht ziemlich groß. England ist sozusagen eine Subkultur, die man nicht so einfach mit den Deutschen vergleichen kann. Da müsste man eher die Kultur in Tübingen mit Cambridge vergleichen. Was allerdings aus meiner Sicht wichtig in der englischen Kultur ist, daß Humor eine sehr zentrale Rolle einnimmt. Egal in welcher Situation, Engländer versuchen immer, einen Witz zu machen oder es humorvoll zu nehmen. Ebenso ist Understatement in England sehr wichtig. Wer mehr über die englische Kultur lernen möchte, dem kann ich insbesondere das Buch „Watching the English“ von Kate Fox empfehlen, sie ist auf diesem Gebiet viel mehr Profi als ich.

Auch in Amerika gibt es viele Subkulturen. Man neigt als Deutscher dazu, den Amerikanern schnell bestimmte Stereotype zuzuschreiben. Aber in der Realität ist Amerika ungefähr so vielfältig wie ganz Europa, mit dem Unterschied, dass alle die gleiche Sprache sprechen. Aber auch das ist nicht einmal wahr, denn Spanisch spielt eine große Rolle. Die regionalen Unterschiede in Amerika sind enorm. In Boston macht man sich beispielsweise oft über die so genannten „Rednecks“ in den Südstaaten lustig. Die Menschen in Austin und Houston wiederum sind sehr liberal und Drumherum ist dann die – um es salopp zu formulieren – Pampa, wo sich die Leute schon wieder ganz anders verhalten. In Amerika habe ich gelernt, wie verschieden Kulturen sein können, obwohl man das Gefühl hat, dass alle gleich sind. Amerika, wie es im Film und Fernsehen präsentiert wird, ist nur ein ganz spezieller Ausschnitt.

Expat News: Inwiefern?

Römer: Es ist beispielsweise ein Klischee, dass die Amerikaner alle nur Burger und Pommes essen. Gerade auch in Cambridge in Massachusetts, wo sich das MIT (Massachusetts Institute of Technology) und Harvard befinden und ich mein Praktikum absolviert habe, gibt es viel mehr Salate und gesundes Essen als ich in Deutschland je gesehen habe. Natürlich hängt es sehr stark vom Ort ab. Aber die hervorragendsten Salat-Fastfood-Restaurants habe ich in Amerika gesehen. Dort habe ich auch beispielsweise Quinoa kennengelernt, was ich aus Deutschland nicht kannte. Amerikaner probieren gerne neue Sachen aus. Sie haben einen ganz besonderen Entdeckungsdrang. Der Grund dafür ist sicherlich, dass der Großteil der amerikanischen Bevölkerung von Leuten abstammt, die irgendwann einmal bewusst die Entscheidung getroffen haben auszuwandern. Das ist immer noch in dem Gedankengut und in der Kultur verankert. Wenn man also nach dem sucht, was alle Amerikaner gemeinsam haben, dann ist es vielleicht, dass Aufbruch und Veränderungen sehr positiv gesehen werden.

Expat News: Hatten die Auslandsaufenthalte bisher Einfluss auf Ihre Persönlichkeitsentwicklung? Wenn ja, inwieweit?

Römer: Es ist schwierig, den Einfluss der Auslandsaufenthalte auf die Persönlichkeitsentwicklung herauszukristallisieren, denn ich habe mich ja generell weiterentwickelt. Ich kann mir nicht vorstellen, wie ich mich entwickelt hätte, wäre ich in Deutschland geblieben. Aber prinzipiell glaube ich, dass das Tolle an Auslandaufenthalten ist, dass man die Möglichkeit bekommt, gewisse neue Sichtweisen und Praktiken sowie Herangehensweisen zu beobachten. Man kann dann wählen, ob man diese kulturelle Eigenheit beziehungsweise Herangehensweise übernehmen möchte oder nicht – frei nach dem Prinzip „pick and choose“. Beispielsweise bin ich mir bewusst, dass Engländer versuchen, stets sehr höflich zu sein und sich daher grundsätzlich immer erst nach dem Wohlbefinden erkundigen, bevor sie das eigentliche Thema ansprechen. Und obwohl ich mir dessen bewusst bin, ist mir meine Zeit manchmal zu wertvoll. Wir Deutschen sind da eher etwas direkter und ich denke mir einfach, dass die Engländer es dann unter Umständen so hinnehmen müssen. Andere Sachen habe ich gerne übernommen. Ich schätze es beispielsweise sehr an der englischen Sprache, dass sie einem die Möglichkeit zu einer sehr effizienten Kommunikation bietet – auch bei formeller Kommunikation. Man kann zum Beispiel ganz kurze, prägnante E-Mails mit Abkürzungen schreiben, die aber dennoch alle Informationen rüberbringen. Immer, wenn ich eine deutsche E-Mail schreiben muss, nervt es mich, dass es im Deutschen keine anerkannten Abkürzungen gibt. Wenn ich eine deutsche E-Mail schreiben und diese nicht so formell formulieren möchte, klingt es irgendwie immer falsch.

Aber auch in anderen Hinsichten erweitern Auslandsaufenthalte den Horizont, denn erst andere Kulturen lassen einen bewusst werden, wie viele Möglichkeiten es gibt, bestimmte Dinge zu sehen. In Deutschland ist man manchmal ein bisschen konservativ, so nach dem Motto „wenn es immer schon so funktioniert hat, wieso sollte man es ändern“. In Amerika wiederum sind die Menschen viel offener für Neues. Mein Blickwinkel hat sich verändert, weil ich in vielen Situationen durch meine Auslandserfahrungen neue Perspektiven hinzufügen kann.

Expat News: Welche Tipps haben Sie für andere Studenten, die sich dazu entscheiden, in England oder im Ausland zu studieren?

Römer: Erst nach einer schlechten Erfahrung, Geld zu überweisen, ist mir aufgefallen, wie hilfreich TransferWise ist. Dabei handelt es sich um eine internationale Plattform für Geldüberweisungen. Das erste Mal als meine Eltern mir Geld nach England überwiesen haben, haben sie dies als eine klassische Auslandsüberweisung über die Bank gemacht. Als das Geld dann auf meinem englischen Konto ankam, stellten wir fest, dass die Bank etwa vier bis fünf Prozent an Kommission und Wechselkursdifferenz genommen hatte. Das war uns vorher nicht bewusst. Aufgrund dieser Erfahrung hatte ich mich bei meinen Kommilitonen und Freunden umgehört und bin so auf TransferWise gekommen. Seitdem benutze ich es für jegliche Währungen. Es ist zum einen sehr praktisch und schneller als die klassische Auslandsüberweisung und zum anderen bis zu sechs Mal günstiger als mit der Bank. Mittlerweile nimmt TransferWise auch Debitkarten (ohne zusätzliche Gebühr) und Kreditkarten an (mit etwas höherer Gebühr), was den Überweisungsprozess noch vereinfacht und beschleunigt (von fünf Arbeitstagen auf ungefähr zwei) – mit nur 0,5 Prozent Gebühr und zum tagesaktuellen Wechselkurs.

Expat News: Wie einfach beziehungsweise wie kompliziert ist es, TransferWise zu benutzen?

Römer: Also im Prinzip kann man alles Online machen. Die Anmeldung geht sehr schnell. Um das Geld zu überweisen, muss man nur die Empfängerdaten angeben, das heißt Kontonummer, Name und auch den zu überweisenden Betrag sowie natürlich noch das Auftraggeberkonto. Dann überweist man den von TransferWise angegebenen Eurobetrag als normale (SEPA-)Überweisung auf ein Eurokonto von TransferWise. Alternativ tätigt man die Überweisung über die Debitkarte. Kreditkarte funktioniert auch. Es kostet allerdings ein wenig extra. Aber viele haben ja eine Debitkarte, und dann läuft es im Prinzip wie bei einer Onlinebestellung. Es geht sehr schnell, innerhalb von zwei Minuten ist man fertig. Das Geld ist in der Regel innerhalb von wenigen Arbeitstagen beim Empfänger.

Expat News: Welche weiteren Tipps können Sie uns nennen?

Römer: Ich empfehle bezüglich des Spracherwerbs, einfach zu sprechen, auch wenn man Angst vor Fehlern hat. Denn eine Kommunikation mit Fehlern ist besser als gar keine Kommunikation. Also einfach losplappern. Je mehr man spricht, desto sicherer wird man die Sprache sprechen.

Noch ein wichtiger Punkt ist, einen Reisepass mitzunehmen, auch wenn man mit einem Personalausweis durch die Grenzkontrollen kommt. Der Personalausweis wird nämlich in Geschäften nicht zur Alterskontrolle akzeptiert. Das empfehle ich besonders 18- bis 23-Jährigen. Darüber wird man in der Regel nicht mehr kontrolliert.

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Foto: © Sam Spiro – Fotolia.com