Mietpreise in den USA erreichen neues Rekordhoch

Noch nie haben in den USA die Ausgaben für Mieten einen höheren Teil des verfügbaren Einkommens ausgemacht als im zweiten Quartal dieses Jahres. Durchschnittlich werden 30,2 Prozent des Median-Einkommens für Mieten ausgegeben. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ist das ein Anstieg um 0,7 Prozentpunkte und markiert damit ein Rekordniveau, so eine Studie des Immobilienunternehmens Zillow . Zwischen 1985 und 1999 betrug der Mietanteil am Median-Einkommen im Durchschnitt noch 24,4 Prozent.

Los Angeles teuerstes Pflaster

Nach dem Platzen der Immobilienblase 2008 ist die Nachfrage nach Mietwohnungen nach wie vor sehr hoch. Das hat zur Folge, dass auch die Mietpreise anziehen. Hinzu kommen die verschärften Kreditbedingungen, die einen Hauskauf erschweren und Familien in Wohnungen bleiben lässt. Aktuell liegt der Anteil an Hauseigentümern auf dem tiefsten Stand seit beinahe fünf Jahrzehnten.
Laut Zillow sind die Mietpreise in den vergangenen zwölf Monaten in 28 von insgesamt 35 untersuchten Metropolregionen nach oben geklettert. Am schwierigsten sind die Mietkosten in Los Angeles zu stemmen. Dort werden 49 Prozent des monatlichen Einkommens von den Mietkosten „aufgefressen“. In San Francisco sind es 47 Prozent, in Miami 45 Prozent und in New York immerhin noch 41 Prozent.

München und Berlin bei 23 Prozent

Während das Mieten einer Wohnung zunehmend teurer wird, befinden sich die Hypothekensätze für Hausbesitzer auf einem vergleichsweise moderaten Niveau. Sie müssen durchschnittlich nur 15 Prozent des Median-Einkommens für die monatliche Rückzahlung ihres Kredits aufbringen – also exakt die Hälfte des Betrags, den derzeit ein Mieter aufbringen muss. Eine Ausnahme bildet hier wiederum Kalifornien, wo Hausbesitzer 42 Prozent aufwenden.
Dass in den USA die Mietpreise in Relation zum verfügbaren Einkommen überhitzen, zeigt auch ein Vergleich mit Deutschland. In München und Berlin liegt der Mietanteil laut des Immobilienverbandes Deutschland bei rund 23 Prozent und somit sieben Prozentpunkt unter jenem in den USA.

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Quelle: www.pressetext.com

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