Wo das Zahlungsausfall-Risiko am größten ist

Der Kreditversicherer Coface hat von 160 Ländern eine Country Risk Map erstellt, in denen Länderbewertungen zum Zahlungsausfall-Risiko zu sehen sind. Das erste Fazit: Viel Grün in Nordamerika und West- und Nordeuropa – viel Dunkelrot in Zentralafrika und dem Mittleren Osten. Rot in Südosteuropa und eine Tendenz in den dunklen Bereich in Lateinamerika kennzeichnen die globale wirtschaftliche Situation Mitte 2015. Dort müssen Unternehmen am ehesten um die Bezahlung ihrer Auftäge fürchten.

Wirtschaftliche Lage beeinflusst Zahlungsausfall-Risiko

Die Coface-Länderbewertung misst das durchschnittliche Zahlungsausfall-risiko bei B2B-Geschäften mit kurzfristigen Zahlungszielen im jeweiligen Land. Bewertet wird nicht die Staatsbonität. Um das Länderrisiko zu bestimmen, bezieht Coface die wirtschaftliche, finanzielle und politische Situation der Länder sowie die Zahlungserfahrungen der Coface-Kunden und das Geschäftsumfeld ein. Die Bewertungen umfassen sieben Stufen: A1, A2, A3, A4 sowie B, C und D. Sie können auch unter Beobachtung für eine Auf- oder Abwertung gesetzt sein („positive / negative watch“).

Ein Upgrade erfuhr beispielsweise das in Sachen Euro schwer angeschlagene Portugal. Dort rechnet Coface mit einem Wirtschaftswachstum von 15 Prozent im Laufe dieses und des nächsten Jahres. Als weiteres europäisches Land befindet sich die Tschechische Republik im Aufwind. Positiv erwähnen die Risikospezialisten zudem Vietnam, das aufgrund einer niedrigen Inflationsrate und wegen des positiven Konsumverhaltens der Bevölkerung ebenfalls mit einem Wachstum der Ökonomie rechnen kann.

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