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Mögliche Nebenkosten von Auslandsaufenthalten

Die internationale Mobilität hat in den letzten Jahren stark zugenommen und immer mehr Menschen wandern aus. Auch viele Deutsche haben in den letzten Jahren das Land verlassen, um im Ausland zu leben und zu arbeiten oder zu studieren. Gleichzeitig sind aber auch viele Menschen nach Deutschland eingewandert. Laut dem aktuellen Migrationsbericht des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge im Auftrag der Bundesregierung sind 2013 mehr als 1,23 Millionen Personen aus dem Ausland zugezogen. Davon waren etwa 118.000 deutsche Rückkehrer, rund 708.000 Bewohner der Europäischen Union (EU) und zirka 400.000 kamen aus Drittstaaten. Viele Einwanderer erhoffen sich in Deutschland einen besseren Lebensstandard und ein höheres Einkommen. Zurückgebliebene Familienmitglieder und Freunde werden dann oftmals durch Geldüberweisungen unterstützt.

Aber nicht nur Migranten schicken regelmäßig Geld ins Ausland. Ebenso häufig überweisen auch Eltern, deren Kinder beispielsweise ein Austauschjahr oder Semester im Ausland verbringen, Geld in andere Länder sowie Saisonarbeiter, die häufig ihr gesamtes Einkommen in die Heimat überweisen. Und auch Expatriates, die etwa ihren Wohnsitz im Heimatland während ihres Auslandseinsatzes beibehalten, müssen ebenfalls Geld ins Ausland transferieren.

Kostspielig: Überweisungen außerhalb der EU

Überweisungen innerhalb der EU sind relativ unkompliziert möglich, und es dürfen keine höheren Gebühren anfallen als bei einer Überweisung innerhalb Deutschlands. Teuer wird es jedoch bei Überweisungen außerhalb der EU. Hier kann, abhängig vom Geldinstitut und von der Höhe des zu überweisenden Betrages, schnell eine Gesamtgebühr von zehn bis 50 Euro anfallen. Daher ergänzen mittlerweile auch unzählige weitere Dienstleister die Geldtransfers ins Ausland anbieten, den Markt. Die Kosten fallen im Vergleich zur klassischen Banküberweisung sehr gering aus und liegen in der Regel weit unter den Gebühren der Geldinstitute.

Kosten durch Geldtransfer-Anbieter minimieren

Im Einzelnen ist die Höhe von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Auch bei der Dauer des Transfers sowie bei den Wechselkursen gibt es Abweichungen. Um ein wenig Transparenz zu schaffen hat das Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die Online-Vergleichsseite www.geldtransfair.de eingerichtet. Auf dieser Webpage werden Angebote für Geldtransfer hinsichtlich Gebühren, Dauer und Wechselkurse verglichen.

Die Seite birgt jedoch auch einige Nachteile. Die Daten werden nur alle zwei Monate aktualisiert, was zur Folge hat, dass die angegebenen Gebühren zwischenzeitlich bereits höher sein könnten. Daneben erfassen die angegebenen Preise nur die Kosten für die reine Überweisung. Nicht erfasst sind Kosten, die der Empfänger unter Umständen zusätzlich zahlen muss. Außerdem ist der Vergleich auf nur 20 Zielländer begrenzt.

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