VAE verlängern Aufenthaltserlaubnis für Immobilienbesitzer

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben die Visumgültigkeit für Immobilieneigentümer von bislang sechs Monaten auf drei Jahre verlängert. Wie das Unternehmen InterGest Middle East mitteilt, will die Regierung damit das emiratische Wirtschaftswachstum weiter ankurbeln.

Ausländische Immobilieneigentümer und ihre Familienmitglieder können sich künftig somit drei Jahre in den VAE aufhalten, ohne zwischenzeitlich das Land verlassen zu müssen. Marktbeobachtern zufolge profitieren vor allem Immobilienbesitzer aus Indien, dem Iran oder Osteuropa von der neuen Regelung. Real-Estate-Experten erwarten insbesondere aus diesen Ländern mittelfristig deutliche Nachfrageimpulse für den emiratischen Immobilienmarkt, der in der weltweiten Finanzkrise deutlich gelitten hatte.

Eine weitere Bedingung für das Drei-Jahres-Visum: Die Immobilie muss mindestens eine Million Dirham (rund 191.000 Euro) wert sein. Dementsprechend ist davon auszugehen, dass der Kaufpreis der Immobilie der entscheidende Parameter für die Wertermittlung sein wird. Wichtig: Investoren, die lediglich Grund und Boden erwerben, erhalten vor der Fertigstellung einer darauf befindlichen Immobilie keine Daueraufenthaltsgenehmigung.

Bislang sei noch unklar, ob die Immobilieninvestoren auch alle anderen bei „Residence Visa“ üblichen Vorteile zugesprochen bekommen, also beispielsweise die Berechtigung, Konten bei lokalen Banken zu eröffnen oder eine emiratische Pkw-Fahrerlaubnis zu beantragen. Die Regierung hat dazu bislang nur mitgeteilt, dass Einzelheiten der gesetzlichen Regelung in Kürze veröffentlicht werden.

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