Schlaf weltweit unterschiedlich

Japaner und US-Amerikaner bekommen am wenigsten Schlaf. Verglichen mit Kanada, Mexiko, Großbritannien und Deutschland schlafen sie an Werktagen rund 30 bis 40 Minuten weniger als diese Nationen. Das hat eine Umfrage der National Sleep Foundation ergeben. Befragt wurden Personen zwischen 25 und 55 Jahren in den zuvor genannten Staaten.

Demnach schlafen Japaner durchschnittlich 6 Stunden und 22 Minuten, Amerikaner 6 Stunden und 31 Minuten. Zwei Drittel der Japaner schlafen weniger als sieben Stunden pro Nacht. Auf US-Amerikaner trifft das nur bei 53 Prozent zu, für Briten gilt dies nur bei 39 Prozent, für Deutsche, Kanadier und Mexikaner bei etwa 30 Prozent. Möglicherweise kompensieren Japaner und Amerikaner ihr nächtliches Schlafdefizit mit Nickerchen am Tag. Sowohl jeder zweite Japaner als auch Amerikaner gaben an, sich in den vergangenen zwei Wochen mindestens eine Schlafpause tagsüber gegönnt zu haben.

Längerer Schlaf am Wochenende

Alle befragten Nationen schlafen am Wochenende übrigens länger als werktags – im Schnitt insgesamt 45 Minuten. Unter mangelnder Schlafqualität leiden weltweit viele Menschen. Dass sie nachts gut schlafen, sagten nur 48 Prozent der Mexikaner, 44 Prozent der Amerikaner, 43 Prozent der Kanadier, 42 Prozent der Briten und 40 Prozent der Deutschen. Lediglich die Japaner können von sich behaupten, dass mit 54 Prozent mehr als jeder zweite gut schläft.

In Sachen Vorbereitung auf die Nacht gibt es tatsächlich kulturelle Unterschiede. Beispielsweise meditieren oder beten 62 Prozent der Mexikaner und 47 Prozent der Amerikaner vor dem Zubettgehen. Bei den 43 Prozent der Briten geht niemand zu Bett ohne vorher noch einen Tee getrunken zu haben. In einer Sache sind sich aber fast alle Länder ähnlich: Zwei Drittel und mehr (66 bis 80 Prozent) aller Nationalitäten schauen bevor sie einschlafen fern.

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