Was Urlauber gegen Reisekrankheit unternehmen können

Kurvenreiche Autofahrten, starker Wellengang auf dem Kreuzfahrtschiff oder Luftturbulenzen im Flieger – jeder zehnte Deutsche leidet unter Reisekrankheit, der sogenannten Kinetose. Besonders Kinder zwischen drei und zwölf werden häufig reisekrank.

Hervorgerufen wird die Reisekrankheit durch widersprüchliche Sinnesreize, die im Gehirn einen Alarm auslösen. Der Körper reagiert auf das „Fehlsignal“ wie auf eine Vergiftung mit Schwindel, Schweißausbrüchen, Müdigkeit, Übelkeit oder sogar Erbrechen.

Beispielsweise wird vielen Menschen beim Lesen während einer Autofahrt übel. Dies kommt durch widersprüchliche Signale zustande: „Das Auge signalisiert dem Gehirn Stillstand, das Gleichgewichtsorgan aber Bewegung“, erklärt Dr. Beatrix Grohn, Leiterin medizinische Assistance bei der AGA Service Deutschland GmbH. Sogar in Fahr- und Flugsimulatoren oder auch im 3D-Kino sowie bei Videospielen können die Symptome auftreten.

Expertentipps gegen Reisekrankheit

  • Vor der Fahrt sollten nur leichte Speisen eingenommen werden. Während der Fahrt am besten einen Kaugummi kauen oder ein Bonbon lutschen.
  • Lesen oder Spielen von Videospielen während der Fahrt lieber vermeiden.
  • Regelmäßig Wasser trinken und Pausen einlegen, um Frischluft  zu tanken.
  • Möglichst den ruhigsten Platz wählen: Das heißt, im Flugzeug im Mittelteil in Höhe der Tragflächen und im Bus vorne und in Fahrtrichtung.
  • Beim Auto- und Busfahren immer nach vorne in Fahrtrichtung schauen. So „sieht“ man, wie die Bewegung, die man erfährt, zustande kommt.
  • Auf dem Schiff lieber an Deck als im Innenraum aufhalten und einen Punkt am Horizont fixieren.
  • Das Einnehmen von speziellen Medikamenten vor Antritt der Reise, wie zum Beispiel Reisetabletten oder Zäpfchen für Kleinkinder und Säuglinge, beugt der Reiseübelkeit vor.

„In der Regel handelt es sich bei der Reisekrankheit um eine temporäre Erscheinung, die bei Einhaltung der genannten Tipps schnell in den Griff zu bekommen ist“, betont Dr. Beatrix Grohn. Sollten die Beschwerden nicht abklingen, empfiehlt Dr. Grohn, einen Arzt aufzusuchen, um die genauen Ursachen abzuklären. Mit dem ELVIA Reise-Krankenschutz sind Versicherte bereits ab 9 Euro pro Person im Ausland bestens abgesichert und bekommen medizinische Behandlungskosten im Krankheitsfall erstattet.

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