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Bulgarien hat niedrigste Arbeitskosten

Im vergangenen Jahr lagen die durchschnittlichen Arbeitskosten pro Stunde in der gesamten Wirtschaft EU-weit schätzungsweise bei 23,4 Euro. Dieser Durchschnitt verdeckt allerdings deutliche Unterschiede zwischen den EU-Mitgliedstaaten. Innerhalb der EU reichten die Arbeitskosten pro Stunde von

  • 3,70 Euro in Bulgarien,
  • 4,40 Euro in Rumänien,
  • 5,80 Euro in Litauen und
  • 6,00 Euro in Lettland bis
  • 39,00 Euro in Schweden,
  • 38,10 Euro in Dänemark,
  • 37,20 Euro in Belgien,
  • 34,60 Euro in Luxemburg und
  • 34,20 Euro in Frankreich.

Gewerbliche Wirtschaft mit höchsten Arbeitskosten

In der gewerblichen Wirtschaft waren die Arbeitskosten pro Stunde in der Industrie am höchsten (24,20 Euro in der EU), gefolgt vom Dienstleistungssektor (23,70 Euro) und dem Baugewerbe (21 Euro). Die Arbeitskosten pro Stunde in der hauptsächlich nicht-gewerblichen Wirtschaft (ohne öffentliche Verwaltung) lagen bei 22,90 Euro.

Arbeitskosten setzen sich aus Bruttolöhnen und -gehältern sowie Lohnnebenkosten, wie beispielsweise den Sozialbeiträgen der Arbeitgeber, zusammen. Der Anteil der Lohnnebenkosten in der gesamten Wirtschaft betrug in der EU 23,70 Euro. In den Mitgliedstaaten lag er zwischen 8,2 Prozent in Malta und 33,6 Prozent in Frankreich.

Diese vorläufigen Ergebnisse für das Jahr 2012, die von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht werden, beziehen sich auf Unternehmen mit zehn oder mehr Beschäftigten und basieren auf der Arbeitskostenerhebung 2008 und dem Arbeitskostenindex.

Arbeitskosten in den letzten vier Jahren deutlich gestiegen

Die Arbeitskosten pro Stunde für die gesamte Wirtschaft sind zwischen 2008 und 2012 um 8,6 Prozent gestiegen. Im Euroraum wurden die höchsten Steigerungsraten in Österreich (+15,5 Prozent), der Slowakei (+13,8 Prozent), Finnland (+13,7 Prozent) und Belgien (+13,1 Prozent) verzeichnet und die geringsten Anstiege in Portugal (+0,4 Prozent) und Irland (+0,8 Prozent). Der einzige Rückgang wurde in Griechenland (-11,2 Prozent) beobachtet.

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