Zürich ist erstmals für Expats das teuerste Pflaster der Welt. Bislang waren Tokio, Osaka oder Oslo stets die teuersten Städte der Welt. Das hat das renommierte britische Wirtschaftsmagazin Economist ermittelt. Die Zeitschrift untersucht seit mehr als 20 Jahren die kostspieligsten Städte der Welt.
Die Banken- und Finanzmetropole hat damit im Vergleich zum Vorjahr vier Plätze gut gemacht. Laut einem Bericht des Online-Magazins www.20min.ch liegt die Schweizer Stadt Genf auf Rang Drei der Erhebung. Auch sie hat mit sechs Plätzen ordentlich aufgeholt. Dem Economist zufolge sind in Genf die Lebenshaltungskosten seit dem letzten Jahr um 30 Prozentpunkte angestiegen.
Starker Franken macht Zürich teuer
Dass die Schweiz und Japan im Ranking derart deutlich an der Spitze liegen, hänge auch mit ihrer jeweiligen starken Währung zusammen. Für Zürich sei der starke Franken der Hauptgrund, dass die Stadt sich an die Spitze der Rangliste setzen konnte, schreibt der Economist. Die Währungsstärke sei ebenso der Grund, weshalb auch die australischen Städte Sydney und Melbourne so weit oben platziert sind. Doch auch Paris oder Frankfurt – schaffen es trotz des relativ schwachen Euros immer noch unter die kostspieligsten zehn Metropolen.
Über kurz oder lang wird auch das Leben in den asiatischen Staaten teurer. So hat Singapur zwar im aktuellen Ranking drei Plätze verloren und landet auf Platz neun. Doch die Präsenz anderer asiatischer Städte wie Hongkong, Schanghai oder Peking in der Rangliste gewinnt an Bedeutung. Bereits jetzt stammen 14 der 50 teuersten Städte aus dem asiatischen Raum. Knapp die Hälfte (24) der teuersten Städte der Top 50 sind europäisch.
Bei Betrachtung der Städte mit den niedrigsten Lebenshaltungskosten, ergibt sich folgendes Bild: Am günstigsten lebt es sich in der pakistanischen Hafenstadt Karachi, gefolgt von Mumbai (Indien) und Teheran (Iran).
Berechnungsgrundlage: Weizenbrot, Reis und Benzin
Für die Berechnung der Lebenshaltungskosten erstellt der Economist einen Index (World Cost of Living Index, WCOL, siehe Grafik unten). Maßstab ist der Lebenshaltungskosten-Index von New York City, der 100 beträgt. Die Grundlage für die Preisberechnungen bilden mehr als 400 Preise von 160 Produkten und Dienstleistungen (Nahrung, Kleidung, Haushaltprodukte, Wohn-, Transport-, Bildungs- sowie Freizeitkosten).
Zudem sammeln die Forscher jeweils über 50.000 verschiedene Preisbeispiele. In jeder Stadt werden so die Kosten für mehr als 160 verschiedene Produkte berechnet. Als Vergleichsprodukte dienen beispielsweise die Kosten für ein Kilo Weizenbrot aus dem Supermarkt, ein Kilo Reis oder einen Liter bleifreies Benzin.
Quelle: Economist Intelligence Unit
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