Was Expats in den USA beachten sollten

5. September 2011

Was Expats in den USA beachten sollten

Der Berater Ron Gorlick hat  in einem Spiegel-Online-Artikel Tipps gegeben, wie sich deutsche Expatriates in Unternehmen in den USA verhalten sollten. Grundlage für seine Auswertung waren ausführliche Interviews mit 16 hochrangigen Führungskräften, drei Amerikanern und 13 Deutschen. Hier eine Auswahl der Ergebnisse:

  • Wenn die ranghöchste Person im Raum ein Statement gibt oder eine Entscheidung fällt, wird darüber, anders als in Deutschland, nicht diskutiert.
  • Wer lange diskutiert, suggeriert bei amerikanischen Chefs mangelnde Führungsstärke; deutsche Expats sollten deshalb die richtige Balance zwischen Argumentation und schnellen Entscheidungen treffen.
  • Während Deutsche stets eine Sicherheit von 120 Prozent haben wollen, bevor sie eine Entscheidung fällen, reichen bei den Amerikanern 80 Prozent, bevor sie einen Plan in die Tat umsetzen, was damit zusammenhängt, dass sie in kurzfristigen Zielen denken.
  • In den USA benutzen Manager keine Abwesenheitsnachrichten (etwa bei Urlaub), denn dort hat eine Führungskraft immer verfügbar zu sein; in Europa kann man die Dinge auch mal ruhen lassen.
  • Es ist unüblich, zwei Wochen am Stück Urlaub zu machen; wer es dennoch tut, sollte besser nicht darüber reden, denn viele Angestellte in den USA werden nicht einmal bezahlt, wenn sie krank sind; grundsätzlich ist beim Thema Urlaub Sensibilität angesagt.
  • Amerikaner sind politisch sehr korrekt. Wer am Arbeitsplatz Witze reißt, die beispielsweise Minderheiten oder das andere Geschlecht ungünstig dastehen lassen, riskiert schnell juristische Schritte
  • In den USA arbeiten Führungskräfte weniger diszipliniert, aber dafür länger; in der Praxis heißt dies, dass Privates und Arbeit stärker miteinander verzahnt sind, außerdem wird von diesen erwartet, stets über den Blackberry erreichbar zu sein und auch am Wochenende E-Mails zu beantworten

Quelle: Spiegel Online

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